Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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12. Juni 2026 "tachles - das jüdische Wochenmagazin"
Die Idee einer judenfreien Welt
...Geht es den Demonstrierenden um das Wohl der Palästinenserinnen? Gerade die weibliche Form ist interessant, denn wie Frauen in Gaza gelebt haben, wäre schon seit langem ein Thema zur Empörung gewesen.
Geht es darum, die Netanyahu-Regierung zum Rücktritt zu motivieren, die Israelis zum einsichtigen Verlassen des Landes, geht es darum, Juden zu Christen zu machen, oder um die persönliche Betroffenheit?
Sehen sich viele in der Rolle des Machtlosen, Unterdrückten, des Opfers?
Ist die Aufschrei-Begeisterung Ausdruck der Erschöpfung, einem System geschuldet, das seine Mittelschicht ignorierend alle Nichtmilliardäre auspresst, ihnen die Menschenwürde raubt, die Mehrheiten ratlos mit Wohnungsnot, Krankenkassenprämien, Teuerung und Überarbeitung am Rande liegen lässt?
Aber warum demonstrieren die Massen dann nicht wütend gegen den Kapitalismus, ihre Regierungen, gegen Black Rock und Plattform-Milliardäre?
Warum kettet sich keiner an die Büros von Swiss Life, an die Krankenkassenchefetagen?
Warum sind es die Palästinenser, die man retten will, wenn man doch sich damit meint?...
11. Juni 2026 "WELT-ONLINE"
Nuhr entlarvt «Doppelstandards» der Medien
...Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, wirft Medien in Deutschland antisemitische Narrative und Doppelstandards mit Blick auf Israel und das Judentum vor...
«Antisemitismus gefühlt eher die Regel» Nuhr betonte in seiner Dankesrede: «Dass Antisemitismus nicht nur bei Rechtsextremen, sondern auch unter Linken und Kulturschaffenden gefühlt eher die Regel als die Ausnahme ist, das verstört mich.» Ein Großteil derer, die sich als Antifaschisten bezeichneten, seien gar keine. Kein alternativer Text für dieses Bild vorhanden Ressort:Services Suche personalisieren Jetzt WELT bei Google bevorzugt anzeigen lassen «Linker Antisemitismus hat in Deutschland Tradition, es ist nur früher nicht aufgefallen», sagte der 65-Jährige. Und er fügte hinzu: «Der Irrsinn ist heute nicht mehr rechts oder links. Er ist gerecht verteilt.» Er beklagte eine Unfähigkeit, selbst zu denken. «Wir erleben heute wieder, dass Menschen mitlaufen, sich offensichtlich gedankenlos einfügen in eine sich moralisch überlegen fühlende Menge. Und genau da entsteht der Raum, in dem sich das Böse entfaltet.»...
11. Juni 2026 "RP ONLINE"
„Parolen wie zukünftige Kindermörder gerufen“ – Antisemitismus-Eklat bei jüdischem Fußballturnier
...Beim Ilan-Fiorentino-Cup spielten Israelis und Iraner gemeinsam Fußball, um ein friedliches Zeichen setzen zu wollen. Begleitet wurde das Turnier von Protesten, bei denen mehrfach antisemitische Äußerungen gefallen sein sollen. Die Jüdische Gemeinde zeigt sich erschüttert...
Beim Ilan-Fiorentino-Cup trafen am vergangenen Sonntag Mannschaften aus Israel, Düsseldorf sowie der iranischen Community aufeinander, um friedlich miteinander Fußball zu spielen – in Gedenken an den israelischen Fußballspieler Ilan Fiorentino, der am 7. Oktober 2023 von den Terroristen der Hamas im Kibbuz Nahal Oz getötet worden war...
9. Juni 2026 "Die Zeit"
Antisemitismus-Beauftragter:
Hass wird lauter und offener
...Ein Pfarrer wird als «Judenschwein» beschimpft, jüdische Schüler haben Angst vor Übergriffen im Schulalltag, und am Hauptstadtflughafen BER soll Sicherheitspersonal zwei Reisende auf dem Weg nach Tel Aviv antisemitisch beschimpft haben. Vorfälle dieser Art zeigten, dass Antisemitismus längst Alltag sei - in Schulen, Behörden und politischen Debatten, sagte der Beauftragte gegen Antisemitismus in Brandenburg, Andreas Büttner...
Er beklagte nach den ersten zwei Jahren seiner Amtszeit eine «schleichende Normalisierung» von Judenfeindlichkeit, die auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Im vergangenen Jahr befasste sich Büttner mit 534 antisemitischen Verdachtsfällen, wie aus seinem ersten 58-seitigen Tätigkeitsbericht hergeht. Davon wurden 116 Vorfälle nach intensiver Prüfung an die Fachstelle Antisemitismus Brandenburg zur weiteren Bewertung übergeben, weil hier Anhaltspunkte für Straftaten vorlagen...
Judenhass sei «lauter, offener und selbstverständlicher» geworden, die Grenzen des gesellschaftlich Sagbaren hätten sich verschoben, so Büttner. Er nannte etwa einen Vorfall mit einem ehemaligen brandenburgischen Stadtverordneten, der unter anderem gesagt haben soll, «eine Welt ohne Juden wäre eine bessere Welt»...
Büttner: Sorge um Sicherheit von Juden
Jüdische Familien sorgten sich um ihre Sicherheit. Eine Mutter habe ihm gesagt: «Ich würde mir wünschen, dass mein Sohn einmal nicht daran denken muss, dass er jüdisch ist», berichtete Büttner...
9. Juni 2026 "elnet-deutschland"
Antisemitische Straftaten auf neuem Rekordniveau
...Die heute von Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesministerium des Innern (BMI) veröffentlichten Zahlen zu politisch motivierter Kriminalität 2025 (PMK) bestätigen eine alarmierende Entwicklung: Antisemitische Straftaten erreichen in Deutschland erneut einen historischen Höchststand. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6.548 antisemitische Delikte registriert. Das entspricht einem weiteren Anstieg um fünf Prozent gegenüber dem bereits extrem hohen Vorjahreswert.
Damit bestätigt sich ein Trend, den ELNET seit Jahren mit großer Sorge beobachtet: „Antisemitismus ist kein Randphänomen und kein kurzfristiger Reflex auf einzelne politische Ereignisse. Er zeigt sich auf der Straße, in Schulen, an Hochschulen, im Kulturbetrieb, in politischen Debatten und besonders im digitalen Raum. Die PMK-Statistik erfasst dabei nur jene Taten, die angezeigt, polizeilich registriert und entsprechend zugeordnet werden – vermutlich nur die Spitze des Eisbergs, auf dem unsere Gesellschaft aufzulaufen droht. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. Die Politik muss ihre Anstrengungen weiter ausbauen, sonst droht ein Kipppunkt, der kaum zurückzudrehen sein wird“, kommentiert Carsten Ovens, CEO des European Leadership Network (ELNET) in Berlin die aktuellen Zahlen...
8. Juni 2026 "B.Z. News aus Berlin"
Rausschmiss wegen Israel-Fahne
Judenhass-Schande in Café am Potsdamer Platz
...Judenhass im Herzen der Hauptstadt! Wegen einer Israel-Flagge wurden Gäste aus einem Café am Potsdamer Platz geworfen. Die Polizei musste sie dabei sogar vor einem aufgebrachten Mob schützen...
Ein Video, das mehrere pro-palästinensische Influencer auf der Plattform Instagram teilten und bejubelten, zeigt eine Gruppe an einem Tisch im abgetrennten Außenbereich des Ladens sitzen. Eine Frau trägt eine Israel-Flagge um die Schultern, während ein Mitarbeiter mit ihr spricht. Polizisten haben sich um die Absperrung postiert. Sie müssen die filmenden Israel-Hasser immer wieder ermahnen, Abstand zu halten...
Jochen Feilcke, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ist bestürzt: „Eine Schande für das weltoffene Berlin. Der Vorfall erfordert eine klare Antwort der Berliner Politik.“ Das Geschehene hält er für strafrechtlich relevant und hofft auf entsprechende Strafverfolgung. Dass es dazu tatsächlich kommt, ist jedoch fraglich. Ob nach dem Vorfall Anzeigen erstattet wurden, konnte ein Sprecher der Berliner Polizei auf Nachfrage am Montag nicht beantworten...
7. Juni 2026 "tachles - das jüdische Wochenmagazin"
Jüdische Gemeinden prüfen Auswanderung
...Mehrere jüdische Gemeinden in Europa und Nordamerika haben sich wegen des zunehmenden Antisemitismus in ihren Heimatländern an das US-Aussenministerium gewandt und Möglichkeiten einer Einwanderung in die Vereinigten Staaten ausgelotet. Betroffen seien nach Angaben der Nachrichtenagentur JNS insbesondere jüdische Gemeinschaften in Spanien, Frankreich, Grossbritannien und Kanada. Ein Vertreter des US-Aussenministeriums bestätigte die Kontakte. Ob die US-Regierung entsprechende Anträge auf Flüchtlingsstatus oder andere Schutzprogramme prüfen oder unterstützen wird, ist derzeit offen...
7. Juni 2026 "mena-watch"
USA untersuchen Terrorverbindungen von mindestens 1.500 UNRWA-Mitarbeitern
...Ein Beamter des US-Außenministeriums erklärte, sollten sich die Verdachtsfälle erhärten, müsste die UNRWA eigentlich als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft werden...
Anstatt die Flüchtlingskrise im Zuge des arabisch-israelischen Kriegs von 1948/1949 zu lösen, habe die UNRWA durch ihre »beispiellose Praxis«, den Flüchtlingsstatus über Generationen hinweg zu vererben, das Problem »verfestigt und ausgeweitet«. Dadurch sei »eine ehemals zeitlich begrenzte humanitäre Angelegenheit in eine dauerhafte und stetig wachsende politische Herausforderung verwandelt« worden. Indem die UNRWA Millionen von Nachkommen von Flüchtlingen im Westjordanland, im Libanon und in Syrien vollständig alimentiere, hätten die jeweiligen Gastregierungen kaum »Anreize, langfristige Lösungen« anzustreben. »Dies hat dazu geführt, dass Millionen von Menschen vom Hilfswerk abhängig bleiben und die Flüchtlingskrise dadurch in die Länge gezogen wird.«
Darüber hinaus stehe die UNRWA seit Langem in der Kritik, weil in ihren Schulen Antisemitismus gefördert und Terrorismus verherrlicht werde. »Dies wirft ernste Fragen hinsichtlich der Rolle der Organisation bei der Radikalisierung palästinensischer Jugendlicher auf.« Die UNRWA, so die Abgeordneten, habe eben nicht als »stabilisierender Faktor« gewirkt, sondern vielmehr die »Flüchtlingskrise verfestigt« und »jene Rahmenbedingungen gestärkt, die das Fortbestehen des Terrorismus« begünstigten...
5. Juni 2026 "volksfreund.de"
Pan­zer-Limou­sine und viel Poli­zei:
So schützt Trier den Zen­tral­rats­prä­si­den­ten
...So ein Poli­zei­auf­ge­bot wie am ver­gan­ge­nen Diens­tag­abend hat es in der Trie­rer Innen­stadt wohl sel­ten gege­ben. Die Beam­ten waren zum Schutz eines pro­mi­nen­ten Gastes vor Ort, der Trier am Diens­tag­abend besucht hat: Dr. Josef Schu­ster, Prä­si­dent des Zen­tral­ra­tes der Juden in Deutsch­land...
Vor die­sem Hin­ter­grund ist der Besuch des Zen­tral­rats­prä­si­den­ten in Trier mit stren­gen Sicher­heits­vor­keh­run­gen ver­bun­den. Sogar Spür­hunde hat die Poli­zei mit­ge­bracht, um das Palais Wal­der­dorff am Dom sowie die Kir­che St. Gan­golf vor der Ankunft Schu­sters zu durch­su­chen...
St. Gan­golf, Dekan Mar­kus Nico­lay und Phil­ipp Lerch, dem Lan­des­be­auf­trag­ten der Kon­rad-Ade­nau­er­Stif­tung. Danach ging es für den Zen­tral­rats­prä­si­den­ten zur Kir­che St. Gan­golf am Haupt­markt. Dort gab es eine Vor­trags- und Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung mit dem Thema „Jüdi­sches Leben in Deutsch­land“. Auf dem kur­zen Weg durch die Innen­stadt von weni­gen Hun­dert Metern wurde Schu­ster in einer gepan­zer­ten BMW-Limou­sine von meh­re­ren Poli­zei­wa­gen eskor­tiert. Abge­se­hen von einem ein­zel­nen Demon­stran­ten gab es am Diens­tag­abend jedoch keine Stö­run­gen...
4. Juni 2026 "Die Zeit"
SPD-Abgeordnete fordern strengeren Kurs gegen israelische Regierung
...Einige SPD-Bundestagsabgeordnete haben einen härteren Kurs ihrer Partei gegen die israelische Regierung gefordert. Diese sei verantwortlich für Zehntausende Tote im Gazastreifen, »eine rücksichtslose Siedlungspolitik im Westjordanland und massives Leid der Zivilbevölkerung im Libanon«, sagte Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem Spiegel. »Diese permanenten Völkerrechtsverletzungen müssen wir als SPD klar benennen, wenn wir uns nicht den Vorwurf doppelter Standards einhandeln wollen«, fügte er hinzu. Auch die SPD-Abgeordnete Isabel Cademartori forderte eine klarere Position im Nahostkonflikt. Gerichtet an die beiden Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas, sagte sie: »Ich wünsche mir schon seit Langem, dass die Parteispitze klar benennt, dass das israelische Vorgehen im Gazastreifen völkerrechtswidrig ist, und daraus Konsequenzen zieht«...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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