Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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5. Juli 2026 "mena-watch"
»Der Raub jüdischen Eigentums war ein integraler Bestandteil der Shoah«
...Jüdinnen und Juden wurden während der NS-Herrschaft in Europa entrechtet, verfolgt, vertrieben und ermordet. Gleichzeitig profitierten Hunderttausende Menschen direkt, indirekt oder strukturell von diesen Gewalttaten. Sie übernahmen Arbeitsstellen und Funktionen in Unternehmen und Institutionen oder erwarben Betriebe, Geschäfte, Häuser und Wohnungen weit unter Wert. Auch Möbel, Schmuck, Kunstwerke und Alltagsgegenstände wurden übernommen.
... Die Ausraubung betraf Jüdinnen und Juden aller sozialen Schichten.
Der Raub geschah auch in den von den Deutschen überfallenen Ländern. So wurden etwa in den Niederlanden und weiteren besetzten Ländern über 70.000 Wohnungen ausgeplündert. Rund 26.000 Eisenbahnwaggons transportierten das geraubte jüdische Eigentum ins Deutsche Reich.
Der Raub war kein Randphänomen, sondern öffentlich sichtbar und bis ins Detail staatlich organisiert. Auf öffentlichen Plätzen und bei Auktionen wurde das Eigentum jüdischer Familien zu Spottpreisen verkauft. Viele Menschen sahen zu oder profitierten selbst davon...
1. Juli 2026 "israelnetz"
Elkajam-Levi beim UN-Menschenrechtsrat
„Israelische und jüdische Opfer haben weder Schutz noch Solidarität erhalten“
...Beim UN-Menschenrechtsrat beklagt die israelische Völkerrechtlerin Elkajam-Levi, israelische Terroropfer fänden weiter kaum Gehör. Eine Jesidin schildert ihr Leid als Sexsklavin im Gazastreifen...
Bei der Junisitzung des UN-Menschenrechtsrats hat die Israelin Cochav Elkajam-Levi den Vereinten Nationen Doppelmoral vorgeworfen. Jüdische und israelische Opfer hätten kein Gehör gefunden, beklagte die Völkerrechtlerin. Stattdessen habe es den Versuch gegeben, Terror und Antisemitismus zu rechtfertigen und zu normalisieren. Elkajam-Levi ist Gründerin und Leiterin der „Zivilkommission zu den Verbrechen der Hamas gegen Frauen und Kinder am 7. Oktober“. Die Gründung erfolgte aus ihrer Beobachtung heraus, dass den Opfern auf internationalem Parkett kaum Glaube geschenkt werde. Mitte Mai legte die Kommission einen Bericht mit dem Titel „Nicht mehr zum Schweigen gebracht“ vor...
„Besonders besorgniserregend war, zu sehen, dass israelische und jüdische Opfer weder den Schutz noch die Solidarität erhalten haben, die das System bieten sollte. Wir waren mit einer Welle von Hass, Leugnung und Entmenschlichung konfrontiert, die sich weiter weltweit verbreitet.“ Elkajam-Levi sieht diese Entwicklung noch lange nicht am Ende: „Wenn es uns nicht gelingt zu begreifen, was gerade passiert, wenn wir es nicht konfrontieren, liegt das Schlimmste noch vor uns“, warnte sie. „Wenn Menschenrechte abhängig werden von Politik, Identität oder Ideologie, dann hört das Menschrechtesystem auf, als universale Schutzeinrichtung zu funktionieren.“...
25. Juni 2026 "Der Tagesspiegel"
Alltäglicher Antisemitismus an deutschen Schulen:
„Oh Mann, da kommt der nervige Jude“
...In Konstanz wurde ein Schüler beim Betreten des Klassenzimmers von seinem Mitschüler mit den Worten „Oh Mann, da kommt der nervige Jude“ begrüßt. In Braunschweig stand „Judensau“ an der Wand einer Schultoilette. In Jena sagte eine Schülerin zu ihrem Klassenkameraden: „Du läufst ja wie ein Jude!“ Sie sagte auch: „Halt’s Maul, Judenfresse.“...
258 antisemitische Vorfälle an Schulen hat der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) im vergangenen Jahr dokumentiert. Laut seines gerade veröffentlichten Berichts registrierte RIAS damit zwar etwas weniger Vorfälle als 2024 – jedoch mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2022. Zugleich geht RIAS von einer hohen Dunkelziffer aus...
Der Schüler aus Konstanz musste über Wochen antisemitische Schmähungen ertragen, ohne dass eine Lehrkraft eingegriffen hätte. Am Ende blieb ihm nur der Klassenwechsel. Der schulische Umgang spiegelt eine gesamtgesellschaftliche Ignoranz. Nikolas Lelle, Sozialphilosoph, über Antisemitismus an Schulen „Du Jude“ sei inzwischen eine gängige Beleidigung auf Deutschlands Pausenhöfen und in Klassenräumen, sagt der Sozialphilosoph Nikolas Lelle. In seinem jüngsten Buch „Antisemitismus definieren“ hat er beschrieben, wie judenfeindliche Sprüche und Witze den Alltag jüdischer Schüler vielerorts unerträglich machten. Porträtfoto von Nikola Lelle, Foto: Olga Blackbird Sozialphilosoph Nikolas Lelle warnt davor, Antisemitismus an Schulen zu verharmlosen. © Olga Blackbird Auffällig dabei sei, dass Lehrkräfte und auch die Schulleitung derartige Anfeindungen häufig lediglich als „Mobbing“ einordneten, ohne die antisemitische Motivation des Falls zu erkennen. „Die Tat wird dann kleingeredet mit dem Argument, so seien Jugendliche eben gelegentlich untereinander“, sagt Lelle. Das Bagatellisieren von Antisemitismus „als Konflikt zwischen Jugendlichen, als Provokation, Spaß oder Religionsstreitigkeit“ erhöhe jedoch das Leid der Betroffenen. Insbesondere die Entwicklungen nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des terroristischen Überfalls der Hamas auf Israel, hätten viele Schulen unvorbereitet getroffen, sagt Lelle. Die Sensibilisierung nimmt ab. Marco Siegmund, der Sprecher von RIAS, über antisemitische Ausdrucksformen Marco Siegmund, der Sprecher von RIAS, beobachtet einen „Gewöhnungsprozess“. Antisemitische Ausdrucksformen würden gesellschaftsfähiger, die Mehrheitsgesellschaft scheine abzustumpfen: „Die Sensibilisierung nimmt ab.“ Ähnlich sieht es Nikolas Lelle. In seinem Buch schreibt er über die Zustände an deutschen Schulen: Die Normalisierung von antisemitischem Mobbing sei nicht nur ein Zeichen von Achtlosigkeit oder mangelndem Wissen. Sie werde gestützt von einer allgemeinen Desensibilisierung: „Der schulische Umgang spiegelt eine gesamtgesellschaftliche Ignoranz.“ Anders als zum Beispiel an Hochschulen macht israelbezogener Antisemitismus nur etwa ein Drittel der Vorfälle an den Schulen aus.
„Durch die politische Aufladung, insbesondere auch die Zuspitzung der politischen Debatte und die Zunahme von Feindmarkierungen als "Zionisten", wird es für die Lehrenden schwieriger, hier gegenzuhalten“, sagt Marco Siegmund. Im Grunde brauche es konstante Weiter- und Fortbildung – allerdings auch den Willen, sich zu sensibilisieren und fortzubilden. Es existierten hierzu kompetente zivilgesellschaftliche Angebote, aber diese müssten auch genutzt werden. Marco Siegmund von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)...
24. Juni 2026 "MDR.DE"
Antisemitismus
Bericht: Jüdisches Leben in Sachsen vor Herausforderungen
...Laut des Berichts ist die Sicherheitslage jüdischer Gemeinden zunehmend angespannt wegen vieler antisemitischer Vorfälle. Ihre Zahl ist zwar im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2024 rückläufig, bewegt sich aber mit 222 Fällen auf einem hohen Niveau...
23. Juni 2026 "WELT-ONLINE"
"Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“ – Heftige Kritik an Israel-Bericht im ZDF-„Heute Journal“
...Ein Beitrag im „Heute Journal“ löst scharfe Kritik aus: Israel soll sich laut ZDF nicht an ein angebliches Friedensabkommen gehalten haben. Dabei werden Fakten verdreht und Stimmen ausgeblendet...
Gezeigt werden Israels Angriffe auf den Libanon – obwohl eine Friedenserklärung unterzeichnet worden sein soll und die „Waffen schweigen müssen“, wie es in einem Beitrag der Sendung heißt...
„Das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda“
„Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“, kritisierte darauf die Journalistin Sarah Maria Sander auf X. „Israel hat mit diesem Deal nichts zu tun, Israel wurde nicht einmal gefragt. (...) Spinnt ihr beim ZDF jetzt völlig? Wollt ihr einem anderen Land vorschreiben, was es tun darf, wenn Terroristen es andauernd mit Raketen und Drohnen beschießen?“ ...
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte erst vergangene Woche, der Kampf gegen den Iran und seine Verbündeten unter anderem im Libanon und der islamischen Terrororganisation Hisbollah „so lange wie nötig“ weiterzuführen. „Was ist das für ein journalistischer Standard?“, kritisierte Sander das ZDF weiter, „das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda, zu einem Sprachrohr des islamischen Regimes.“ ...
„Israel hat in diesem Fall nicht ‚den Libanon‘ angegriffen, sondern gezielt die Terrorinfrastruktur der Hisbollah“, schrieb er. Er kritisierte, dass die Angriffe der Hisbollah auf Israel in dem ZDF-Bericht ausgeblendet werden – und man vergeblich eine israelische Stimme sucht, während „die Mullahs im Beitrag ihre Sicht ausbreiten, und zwar ohne jede kritische Nachfrage“. Das Narrativ ist aus seiner Sicht gefährlich. Beim Zuschauer bleibt hängen: Israel sei an allem schuld. „Das ist falsch“, so Mansour...
23. Juni 2026 "BILD"
Drei Tote im jüdischen Viertel von Montréal: Frauenhasser schießt aus Hotel auf Menschen
...ödliche Schüsse in einem jüdischen Viertel in Kanada! In der Metropole Montréal wurden am Montagmittag (Ortszeit) drei Menschen getötet. Wie der Rundfunksender Radio Canada berichtet, soll ein Mann mit einem Gewehr zwei Menschen erschossen haben. Nach Polizeiangaben sei es zu einem Schusswechsel mit Beamten gekommen, bei dem der Schütze getötet wurde...
Der Notruf ging demnach gegen 11.35 Uhr ein, weil eine Person im Hilton Hotel eine Waffe aus einem Fenster gehalten hatte. Vor Ort sei die Polizei unter Beschuss geraten. Videoaufnahmen zeigen, dass sich der Schütze auch außerhalb des Hotels befand. Der Verdächtige trug militärische Kleidung...
22. Juni 2026 "Süddeutsche Zeitung"
Ja, was hat er denn jetzt wieder?!
...Die Bayreuther Aus- und dann wieder Einladung des Publizisten Michel Friedman ist ein deutsches Drama. Gezeigt wird in allen Facetten, auch den medialen: die neurotische Sehnsucht der Deutschen, von der eigenen Geschichte verschont zu werden...
Der Eklat um die inzwischen revidierte Ausladung des jüdischen Publizisten Michel Friedman zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele legt beispielhaft offen, wie schwer wir Deutsche uns immer noch damit tun, dass Richard Wagner nicht nur musikalisch bahnbrechende Opern, sondern eben auch eine, wenn nicht die Urschrift des modernen deutschen Antisemitismus verfasst hat.
Zu diesen Fragen sollte (und wird nun also) Michel Friedman auf Wunsch der Wagner-Urenkelin Katharina reden, als einer der wenigen verbliebenen öffentlichen Intellektuellen in diesem Land...
21. Juni 2026 "Spiegel online"
Mann mit zwei Kindern antisemitisch angegriffen
...Mitten am Tag ist ein 47-Jähriger in Berlin beleidigt und schließlich ins Gesicht geschlagen worden. Die Polizei geht von Antisemitismus aus, das Opfer trug eine Kippa. Mit dabei waren seine zwei Kinder...
Ein 31-Jähriger soll mehrere Erwachsene und Kinder beleidigt, bedroht und angegriffen haben. Nach ersten Ermittlungen der Polizei lief der Mann am Samstagnachmittag einem 47-jährigen Mann, der die jüdische Kopfbedeckung Kippa trug und mit zwei Kindern unterwegs war, auf der Uhlandstraße hinterher und rief antisemitische Beleidigungen. Als der 47-Jährige ihn ansprach, habe er ihn angespuckt und ihm ins Gesicht geschlagen, teilte die Berliner Polizei am Sonntag mit...
Die Polizei nahm den angetrunkenen mutmaßlichen Täter vorläufig fest...
21. Juni 2026 "Förde News"
Litauen lehnt Erhalt jüdischer Partisanenfestung ab
...Vilnius – Litauen lehnt den Wunsch der Bundesregierung ab, eine auf dem Gelände des geplanten Bundeswehrstandortes gelegene ehemalige Partisanenfestung aus dem Zweiten Weltkrieg zu erhalten. Das berichtet der "Spiegel"...
In dieser hatten sich einst Juden versteckt, die aus dem Ghetto von Wilna fliehen konnten. Von dort aus kämpften sie an der Seite sowjetischer Partisanen gegen die deutschen Besatzungstruppen...
Man habe die litauische Regierung gebeten, "die Schutzwürdigkeit des betreffenden Bereichs zu prüfen und im Zuge der weiteren Planungen zu berücksichtigen". Die Bundeswehr verweist auf die Zuständigkeit litauischer Stellen. - Anzeige - Das litauische Kulturministerium hält eine Schutzwürdigkeit des Partisanenlagers jedoch nicht für gegeben. Wie die Behörde dem "Spiegel" mitteilte, seien die Bauten zu Sowjetzeiten für Propagandazwecke "rekonstruiert" worden und damit nicht authentisch. Als Propagandabau falle die historische Stätte unter das litauische Verbot der "Förderung totalitärer und autoritärer Regime und ihrer Ideologie". Demnach könnte es potenziell als öffentliches Objekt entfernt werden. Aus Sicht der Behörde gelten jüdische Partisanen als Teil der sowjetischen Streitkräfte im Kampf gegen Nazideutschland 1941 bis 1945. Ein Sprecher sagte, ihre Aktivitäten würden als feindlich gegenüber der litauischen Staatlichkeit bewertet...
20. Juni 2026 "Die Zeit"
Linkspartei bewertet Israels Vorgehen im Gazakrieg als »Völkermord«
...Die Linke bewertet das israelische Vorgehen im Gazakrieg erstmals offiziell als »Völkermord«. Ein entsprechender Antrag wurde beim Bundesparteitag in Potsdam mit großer Mehrheit beschlossen...
Zugleich fordert die Partei, auch palästinensisches Leben in Deutschland zu schützen. Für die Linke ist die Haltung zum Nahostkonflikt ein heikles Streitthema. Die Partei sieht sich immer wieder mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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