Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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14. Mai 2026 "Berliner Zeitung"
„Es gibt derzeit keinen sicheren Ort für Juden in Europa“ - Interview mit Shannon Seban
... Ihr großes Thema: der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus. Früher sei ihre jüdische Identität nicht öffentlich gewesen. Durch einen Onlineangriff von Neonazis im Sommer 2023 habe sie sich entschieden, das zu ändern, damit der Hass nicht gewinnen könne...
13. Mai 2026 "Der Spiegel"
Falsche Grabsteine
...Jüdische Soldaten, die im Ersten Weltkrieg in der deutschen Armee kämpften, wurden aus der Erinnerung getilgt. Bis heute markieren Kreuze ihre Ruhestätten, nicht Davidsterne...
Der Aufruf des Kaisers muss für die rund 550.000 Menschen dieser Konfession (das Judentum. red.) im Deutschen Reich wie eine Einladung geklungen haben: Endlich bot sich Gelegenheit, sich als wahre Deutsche zu bewähren. Formal besaßen Jüdinnen und Juden seit der Reichsgründung 1871 die volle Gleichberechtigung vor dem Gesetz. Doch in der Gesellschaft war Judenfeindlichkeit weitverbreitet...
12. Mai 2026 "Stern"
Bericht enthüllt grausame Einzelheiten über sexuelle Gewalt am 7. Oktober (2023)
...Nun fasst ein Bericht zusammen, wie systematisch die Terroristen sexualisierte Gewalt einsetzten...
Eine israelische Zivilkommission hat nach mehr als zweijähriger Arbeit ihren Abschlussbericht vorgelegt.
Der rund 300 Seiten lange Bericht stützt sich unter anderem auf Zeugenaussagen, Video- und Fotomaterial sowie forensische Analysen.
In dem Bericht ist die Rede von „Vergewaltigung und Gruppenvergewaltigung, sexueller Folter und Verstümmelung, erzwungener Nacktheit, Hinrichtungen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt, sexualisierten Übergriffen an Leichen sowie sexualisierten Angriffen in Anwesenheit von Familienangehörigen“.
Insgesamt seien 13 wiederkehrende Muster sexualisierter Gewalt an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Phasen der Angriffe festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Kommission. Dazu gehörten auch Fälle anhaltender sexualisierter Gewalt während der Geiselhaft. Die Kommission spricht von einem weit verbreiteten und systematischen Muster und nicht von Einzelfällen...
Schlimmstes Massaker der Hamas in Israel
löste verheerenden Gaza-Krieg aus
Am 7. Oktober 2023 töteten die islamistische Terrororganisation Hamas und andere extremistische Gruppierungen rund 1200 Menschen in israelischen Grenzgemeinden und auf einem Musikfestival. Mehr als 250 weitere Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt. Der Angriff - das schlimmste Massaker in Israels Geschichte – löste den verheerenden Krieg im Gazastreifen aus...
12. Mai 2026 "hessenschau"
Jüdisches Leben in Deutschland wird dramatisch zurückgedrängt
...Das Zeitfenster Jüdischen Lebens in Deutschland schließt sich und die wenigsten nehmen wahr, wie bedroht sich unsere jüdischen Nachbarn fühlen, wie weit sie sich zurückziehen und wie viele ihre Koffer schon gepackt haben.
Dass es in anderen europäischen Ländern wie Belgien, Frankreich oder Großbritannien noch schlimmer ist, sollte uns nicht beruhigen, sondern warnen...
Die Unwissenheit vieler Menschen über den Nahen Osten wird als strategisches Einfallstor für den oft professionell orchestrierten, israelbezogenen Judenhass genutzt. Deshalb sind gerade auch Bildungs-, Informations- und Begegnungsformate, die Menschen in Deutschland mit Israel verbinden, von besonderer Bedeutung...
11. Mai 2026 "TAZ"
Antisemitismus in Großbritannien
„Ich wurde bespuckt, mir wurde der Hitlergruß gezeigt“
...Wieso wurde Irans Botschafter in London noch nicht ausgewiesen und die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, fragte der britische Oberrabbiner Ephraim Mervis. Viele Redner verlangten ein stärkeres Vorgehen der Regierung gegen islamistischen, linken und rechten Extremismus. Labour-Premierminister Keir Starmer, an den sich dies richtete, war nicht da. Arbeitsminister Pat McFadden musste als Regierungsvertreter Buhrufe und Zwischenrufe über sich ergehen lassen...
Die Grünen bleiben fern, die Rechten sind da
...Richard Tice von der rechtspopulistischen Partei Reform UK forderte deshalb ein Verbot der Muslimbruderschaft in Großbritannien und die Streichung von Fördergeldern für Universitäten, die Antisemitismus tolerierten. Adrian Cohen, Vizepräsident des jüdischen Dachvereins Board of Deputies, erklärte, dass, wenn die Plage des Antisemitismus nicht bewältigt werden könnte, dies die jüdische Gemeinschaft zu einem weiteren Exil verbannen würde...
Die 52-jährige Jüdin Suzie Nelhams, Enkelin eines deutschen Kindertransportflüchtlings, schildert der taz, dass sie wegen ihres Davidsterns angespuckt und als Babymörderin bezeichnet worden sei. Seit diesem Erlebnis zeige sie ihre Halskette nicht mehr öffentlich...
Der Kippa-tragende Mathematikstudent Samuel Moont, 20, berichtet aus seinem Studienort Birmingham: „Man hat mir Schimpfnamen oder ‚Free Palestine!‘ nachgerufen, dass man mich umbringen wolle, ich wurde bespuckt, mir wurde der Hitlergruß gezeigt, und ich wurde auf meinen Weg nach Hause verfolgt.“ Er sei sehr vorsichtig geworden, besonders wenn er abends das Haus verlasse...
Die 16-jährige Schülerin Evie Jacobs berichtet, in ihrer Schule im Norden Londons sei sie die einzige Jüdin. „Die erste Frage ist immer, ob ich für Gaza bin und die Pa­läs­ti­nen­se­r:in­nen unterstütze“, erzählt sie und nennt das vollkommen unangebracht und respektlos...
11. Mai 2026 "mena-watch"
Prozess in Ramallah bestätigt: Terror-Zahlungen gehen weiter
...Ein Verfahren zeigt, dass die Autonomiebehörde ihre Terror-Zahlungen fortführt. Anderslautende Behauptungen sind gelogen...
Palestinian Media Watch (PMW), eine in Jerusalem ansässige Nichtregierungsorganisation, erklärte, dieser Vorfall entlarve indirekt das »Betrugsmanöver« der Palästinensischen Autonomiebehörde, mit dem sie die »Tötungsprämien« vor westlichen Ländern verbergen wolle...
Das »Pay-for-slay«-Programm
Der Märtyrerfonds der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) zahlt monatliche Zuwendungen an Personen, die wegen Anschlägen auf Israelis in Israel inhaftiert sind, sowie an die Familien getöteter Terroristen [das sogenannte »pay-for-slay«-Programm].
Die Zahlungen an Ahmed Firas Hassan wurden zusammen mit denen von weiteren 1.600 Gefangenen drei Monate nach Erlass eines »präsidialen« Dekrets durch PA-Chef Mahmud Abbas eingestellt.
Mit diesem Dekret wurde die Verwaltung der Gefangenenzuwendungen an eine neue Einrichtung, die »Palestinian National Economic Empowerment Institution« (PNEEI), übertragen.
Die PA hatte die PNEEI gegründet, nachdem sie von westlichen Ländern unter Druck gesetzt worden war, das »Pay-for-Slay«-System zu beenden.
Die PA behauptete, die PNEEI habe das Programm beendet, da palästinensische Gefangene kein Geld für ihre Gewalttaten erhielten, sondern ausschließlich aufgrund ihres sozioökonomischen Status.
PMW hat bereits zuvor aufgezeigt, dass dies ein durchsichtiger Versuch ist, den Westen zu täuschen.
»Pay-for-slay« laufe wie gewohnt weiter. Der Gerichtsfall in Ramallah untermauere diese grundlegende Wahrheit weiter, so PMW...
8. Mai 2026 "swr aktuell"
"Niemand darf wissen, dass ich Jüdin bin"
Antisemitismus in Schulen:
Jüdische Kinder haben Angst in RL
...Eva ist 19 Jahre alt. Eva ist nicht ihr richtiger Name. Wir dürfen auch nicht sagen, wo sie in Rheinland-Pfalz lebt und zur Schule geht. Eva möchte nämlich verhindern, dass sie erkannt wird und herauskommt, dass sie Jüdin ist.
"Ich habe Angst, dass dann was Schlimmes passiert", sagt die 19-Jährige.
Meine Sitznachbarin hat mir zugeflüstert: "Hat das Gas dich nicht erreicht?"...
Am Anfang der Oberstufe hat sie beschlossen, ihren Glauben zu verheimlichen. Im Ethik-Unterricht ging es um Religionen. Sie sagte der Klasse ganz offen, dass sie Jüdin ist und erzählte von ihrem Glauben. Und dann passierte es: "Das Mädchen neben mir hat mich gefragt, wurdet ihr nicht alle vergast, hat das Gas dich nicht erreicht", erzählt Eva...
Lehrerinnen und Lehrer ignorieren Hasskommentare
Sie hat dann auf ein anderes Gymnasium gewechselt und macht dort im Moment ihr Abitur. "Ich habe dort von Anfang an verheimlicht, dass ich Jüdin bin, keiner darf das erfahren", sagt Eva. "Die meisten meiner Mitschülerinnen und Mitschüler sind Muslime und von denen geht der Judenhass aus", erzählt sie...
7. Mai 2026 " Punkt.PRERADOVIC"
Belgien
...Ermittlungen gegen jüdische Beschneider
...Israel und die USA haben die geplante Strafverfolgung zweier jüdischer Beschneider in Belgien als antisemitisch kritisiert. Die belgische Regierung weist das zurück...
lege Belgien „großen Wert auf die körperliche Unversehrtheit von Personen und insbesondere von Kindern“...
Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Antwerpen gegen drei jüdische Beschneider (Mohalim). Gegen zwei von ihnen will die Staatsanwaltschaft Anklage erheben. Ihnen wird unter anderem vorsätzliche Körperverletzung sowie die illegale Ausübung medizinischer Tätigkeiten vorgeworfen, weil sie nicht über eine anerkannte medizinische Ausbildung verfügen.
Antisemitismusvorwürfe aus den USA und Israel
Nach belgischem Recht dürfen Beschneidungen zwar vorgenommen werden, jedoch nur durch entsprechend qualifizierte Personen.
... Ob das Verfahren zugelassen wird, soll im nächsten Monat entschieden werden...
Mit der geplanten Anklageerhebung reihe sich Belgien zusammen mit Irland in eine kurze und schändliche Liste von Ländern ein, die das Strafrecht einsetzten, um Juden für die Ausübung des Judentums zu verfolgen, kritisierte Israels Außenminister Gideon Saar nach dem Bekanntwerden einer Verfahrensentscheidung der Staatsanwaltschaft in Antwerpen...
5. Mai 2026 "Die Zeit"
Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch
...Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Bayern bleibt weiter auf Rekordhoch. 2025 verzeichnete die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern 1.551 antisemitische Vorfälle im Freistaat. 2024 waren es 1.526 gewesen. Vermehrt seien Online-Bedrohungen mit teils expliziten und potenziell strafbaren Gewaltaufrufen dokumentiert worden, teilte RIAS zur Vorstellung des neuen Jahresberichts in München mit...
Unter den dokumentierten Fällen war auch ein Fall extremer Gewalt: In einer Coburger Asylbewerberunterkunft soll ein Bewohner einen Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt haben, weil er diesen fälschlicherweise für einen Juden hielt - das geht aus dem neuen Jahresbericht hervor...
Zentralrat: Judenhass hat sich etabliert
Zudem registrierte RIAS 14 Angriffe, 22 gezielte Sachbeschädigungen, 78 Bedrohungen, zehn Massenzuschriften und 1.426 Fälle verletzenden Verhaltens. Darunter werden antisemitische Äußerungen gegenüber jüdischen oder israelischen Personen oder Institutionen gefasst, aber auch antisemitische Beschimpfungen oder Kommentare gegenüber anderen.
Die Zahl der Online-Vorfälle stieg von 385 auf 827. Es gab Beschimpfungen, Bedrohungen und Gewaltaufrufe. «Das gesellschaftliche Tabu des öffentlich geäußerten Judenhasses scheint zunehmend einzubrechen»...
5. Mai 2026 "sr.de"
Sorge wegen Antisemitismus an Saar-Schulen
...Die saarländische Antisemitismus-Stelle RIAS zeigt sich alarmiert über judenfeindliche Vorfälle an saarländischen Schulen. Für ihren Jahresbericht 2025 hat sie fünf Fälle dokumentiert. Sie geht aber davon aus, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher ist...
Unter anderem seien jüdische Schülerinnen und Schüler direkt antisemitisch angefeindet worden. In diesem Zusammenhang sei auch die Gewalt gegen jüdische Schüler gestiegen...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
² Die Suche wird in allen vorhandenen Jahrgängen durchgeführt.
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