Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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29. Juli 2026 "WELT-ONLINE"
„Angst, Erschöpfung, Unsicherheit“ – In diesem Land ist Antisemitismus zum Alltag geworden
...„In einer der kleinsten jüdischen Gemeinden Europas kommt es pro Kopf zu einer hohen Zahl antisemitischer Vorfälle, die jedoch in offiziellen Daten und politischen Rahmenbedingungen weitgehend unberücksichtigt bleiben“, schreibt darin das Jewish Representative Council of Ireland (JRCI), eine Art Zentralrat der irischen Juden...
Zwischen Juli 2025 und Januar 2026 wurden dort 143 antisemitische Vorfälle erfasst, fast einen pro Tag. Und das in einem Land ohne eine systematische Erfassung, wie sie etwa Deutschland durch staatlich geförderte Meldestellen hat...
Es geht auch um Gewalt. Im November 2024 erlitt ein jüdischer Student in einem Nachtclub eine Gehirnerschütterung, nachdem drei Männer ihn gefragt hatten, ob er jüdisch sei, und ihn daraufhin zusammengeschlagen hatten. Im März 2025 attackierten zwei Palästina-Aktivistinnen einen jüdischen Israeli in einer Bar in Dublin und riefen, dass „Zionisten“ in Irland nicht willkommen seien – eine spuckte ihn an...
In Irland ist große Sympathie mit der palästinensischen Sache recht weit verbreitet. Viele sehen Parallelen zwischen der israelischen Besatzung und der britischen Kolonialherrschaft, unter der sie gelitten haben...
29. Juli 2026 "domradio.de"
Höchstzahl tödlicher Angriffe auf Juden weltweit seit 1994
"Die fortschreitende Normalisierung des Judenhasses"
...2025 war für die jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels das Jahr mit besonders vielen Todesopfern...
Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht zu weltweiten antisemitischen Vorfällen der jüdischen Initiative "J7" hervor...
Deutschland mit den meisten Vorfällen
Zwar ist laut dem Bericht die Gesamtzahl der Vorfälle in den sieben Ländern mit 23.174 im Vergleich zu 2024 gesunken (26.857). Dennoch liege die Zahl der antisemitischen Fälle deutlich über dem Niveau von 2022, dem Jahr vor dem Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023. Damals registrierten die Länder 9.838 Fälle. Dem Bericht zufolge ist diese Entwicklung auch in Deutschland zu beobachten. Lag die Zahl der Vorfälle 2022 demnach noch bei 4.886, stieg sie 2024 auf 8.713 und im vergangenen Jahr auf 8.725. Deutschland ist 2025 damit die Nation mit den meisten Vorfällen aller "J7"-Länder, gefolgt von den USA mit 6.274 Fällen...
29. Juli 2026 "grenzecho"
Jüdische Stiftung verklagt SNCB und belgischen Staat wegen Deportationen nach Auschwitz
...Eine jüdische Stiftung hat Klage gegen die belgische Eisenbahngesellschaft (SNCB) und den belgischen Staat eingereicht. Wie die Zeitungen „Het Laatste Nieuws“ und „De Morgen“ berichten, fordert die Nico-Gunzburg-Stiftung eine finanzielle Entschädigung sowie die Anerkennung der Verantwortung für die Deportationen während des Zweiten Weltkriegs...
Im Mittelpunkt der Klage stehen die 28 Deportationszüge, die zwischen August 1942 und Juli 1944 die Kaserne Dossin in Mechelen verließen. Die Transporte führten nahezu ausnahmslos in das deutsche Vernichtungslager Auschwitz im besetzten Polen. An Bord befanden sich überwiegend jüdische Männer, Frauen und Kinder – insgesamt rund 25.000 Menschen – sowie mehrere Hundert Roma und Sinti. Nur etwas mehr als 1.000 Deportierte überlebten den Krieg...
29. Juli 2026 "Deutscher Bundestag"
Inneres — Antrag — hib 616/2026
AfD fordert härteres Vorgehen gegen linken Antisemitismus
...Berlin: (hib/SCR) Die AfD-Fraktion fordert ein härteres Vorgehen gegen linken Antisemitismus. In einem dazu vorgelegten Antrag (21/7249(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) warnt sie, dass linker Antisemitismus drohe, gesellschaftsfähig zu werden.
Von der Bundesregierung fordern die Abgeordneten daher, „Schulungsinhalte für Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) zur besseren Erfassung von Antisemitismus des politisch linken Spektrums, insbesondere auch hinsichtlich des Staates Israel sowie des israelisch-palästinensischen Konflikts, anzubieten“.
Außerdem soll sie unverzüglich eine Fallstudie zum Dunkelfeld linker, antisemitisch motivierter Kriminalität durchführen...
28. Juli 2026 "Jüdische Allgemeine"
Deutsche Post will Davidstern-Briefmarke doch drucken
...Die Poste lehnte eine Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« erst ab...
Laut »Bild« begründete das Unternehmen die Ablehnung damit, dass das Motiv möglicherweise »politisch oder ethisch nicht korrekt« sei...
Münchnerin kreierte den Entwurf Der Entwurf stammt von der Münchnerin Barbara Schaumberger, die mit der Briefmarkenaktion eine Initiative gegen Antisemitismus unterstützen wollte. Über den Online-Service der Post können Kunden eigene Motive für personalisierte Briefmarken einreichen – etwa private Fotos, Symbole oder Logos. Schaumberger wollte auf diese Weise die Kampagne in ihrem Umfeld bekannter machen. »Ich habe einen Bogen mit 18 Marken entworfen und bestellt«, sagte die 44-Jährige gegenüber »Bild«. Nach zwei Tagen erhielt sie jedoch eine Absage per E-Mail. Darin verwies die Post unter anderem auf mögliche Ausschlussgründe wie »verbotene, politisch oder ethisch nicht korrekte Motive«...
Für Schaumberger ist diese Begründung unverständlich. »Ich bin maximal entsetzt. Ein Davidstern ist doch kein verbotenes Symbol«, erklärte sie...
26. Juli 2026 "WAZ"
Antisemitismus in Gladbeck:
Polizei ermittelt Tatverdächtige in mehreren Fällen
...Die Zahl der Straftaten mit antisemitischem Bezug steigt landesweit. ...Ein rasanter Anstieg antisemitischer Straftaten ist in NRW zu verzeichnen.
Für Gladbeck hat die Polizei andere Erkenntnisse...
26. Juli 2026 "WELT-ONLINE"
„Es war kein durchgeknallter Typ, sondern ein ideologisierter Typ“
...„Die Gefahr des islamistischen Antisemitismus ist einfach tödlich“
...Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, spricht darüber bei WELT TV...
24. Juli 2026 "Du bist Halle"
Antisemitismus:
Eskalation an Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle
...Zum dritten Mal in Folge wird die renommierte Jahresausstellung der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) von schweren antisemitischen Vorfällen überschattet. Auf dem Campus wurden am vergangenen Wochenende erneut anonyme Flugblätter verbreitet, die nach Einschätzung von Experten und Betroffenen durchdrungen von israelfeindlicher und offen antisemitischer Ideologie sind. Neben Angriffen auf die Hochschulleitung geriet erneut die Jüdische Gemeinde zu Halle ins Visier der Hetze.
In einer dringlichen Stellungnahme schlagen die Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalt, Inessa Myslitska und Rimma Fil, nun Alarm und fordern von der Politik sowie den akademischen Institutionen des Landes ein Ende des Relativierens und spürbare Konsequenzen...
Vor diesem Hintergrund fordert der Landesverband ein entschlossenes Durchgreifen aller staatlichen und akademischen Stellen. Antisemitismus dürfe weder ignoriert noch relativiert werden und müsse spürbare Konsequenzen für die Verantwortlichen nach sich ziehen...
23. Juli 2026 "News4Teachers"
Antisemitismus im Schulalltag:
Jüdische Lehrkräfte beklagen fehlende Unterstützung –
und fordern klare Leitlinien
...Antisemitische Vorfälle, Unsicherheit im Umgang mit dem Nahostkonflikt und fehlende Handlungssicherheit bei Lehrkräften: Shira Rademacher und Eduard Steinberg vom Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger (VJLB) sehen erheblichen Handlungsbedarf an deutschen Schulen. Im Interview mit News4teachers schildern sie, warum sich viele jüdische Schülerinnen und Schüler nicht mehr offen zu ihrer Identität bekennen, welche Lücken sie in der Lehrkräftebildung ausmachen und weshalb Prävention, verbindliche Leitlinien und mehr Wissen über jüdisches Leben aus ihrer Sicht unverzichtbar sind...
23. Juli 2026 "MERKUR.DE"
...Juden leben in Deutschland in Todesangst
... Die roten Linien sind längst überschritten, die Worte zu Taten geworden. Der Hass auf Juden gehört inzwischen zum deutschen Alltag...
Zu Deutschlands neuer Normalität gehört, dass Juden um ihr Leben fürchten...
Die Mobilisierung und Enthemmung gegen Juden hat eine neue Dimension erreicht. Sie geben sich nicht mehr als Juden zu erkennen, sie tragen keine Kippa mehr, sie bestellen die Pizza unter falschem Namen, sie bangen um das Wohl ihrer Kinder in der Schule. Viele sitzen schon wieder auf gepackten Koffern. Zu Deutschlands neuer Normalität gehört, dass Juden wieder um ihr Leben fürchten. Radikale Islamisten verbinden sich mit linksextremen und rechtsextremen Staatsfeinden zu einem tödlichen Bündnis. Die Antisemiten haben längst in den Universitäten Fuß gefasst, in der Kulturszene, in den sozialen Medien, auf den Straßen. Auf den Empfängen in der Hauptstadt versteckt sich der Antisemitismus hinter der Kritik an Israel. Israel hat als Projektionsfläche längst den Status des verhassten Juden von einst eingenommen...
Hunderttausende marschierten gemeinsam gegen rechts, Zigtausende gehen für die Palästinenser auf die Straße. Wo bleibt die Solidarität mit Israel? Ich empfinde es als eine Schande, dass Juden wieder um ihr Leben fürchten müssen, nur weil sie Juden sind...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
² Die Suche wird in allen vorhandenen Jahrgängen durchgeführt.
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