Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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21. Juli 2026 "WELT-ONLINE"
Antisemitismus in Berlin
„Im schlimmsten Fall können Studenten, die andere zusammenschlagen, am nächsten Tag in gleiche Uni“
...Zwei Jahre nach dem schweren Angriff auf einen jüdischen Studenten können vier Berliner Hochschulen Gewalttäter immer noch nicht exmatrikulieren...
Seitdem können Berliner Hochschulen schweres Fehlverhalten von Studenten wieder mit Maßnahmen bis hin zur Zwangsexmatrikulation sanktionieren. Zumindest theoretisch, denn für die Umsetzung braucht es eine eigene Satzung zu diesem sogenannten Ordnungsverfahren. Sieben staatliche Berliner Hochschulen sowie die Charité haben die gesetzlichen Vorgaben bereits umgesetzt. Vier Berliner Hochschulen bleiben dies bislang schuldig...
Eine Frist zur Umsetzung des Gesetzes zu Ordnungsmaßnahmen in eine geltende Satzung gibt es laut der Senatsverwaltung für Wissenschaft nicht...
An der UdK (Universität der Künste) kam es im Nachgang des Angriffs der Hamas-Terroristen zu Anti-Israel-Demonstrationen, die von jüdischen Verbänden als antisemitisch kritisiert wurden. Unter anderem bemalten sich im November 2023 die Studenten bei einer Protestaktion die Hände rot – ein Symbol, welches viele an den Lynchmord an zwei israelischen Reservisten in Ramallah im Jahr 2000 erinnert. Der palästinensische Täter streckte damals seine blutüberströmten Hände triumphierend aus dem Fenster...
20. Juli 2026 "Die Zeit"
Bericht: 461 antisemitische Vorfälle 2025 in Brandenburg
...Im vergangenen Jahr registrierte die Fachstelle für Antisemitismus insgesamt 461 antisemitische Vorfälle, wie es in einem Monitoringbericht der Stelle hieß...
Jüdin mit Tomaten beworfen
Die Angriffe sind vielfältiger Natur. Viele Angriffe finden im Netz statt, andere reichen bis hin zu körperlichen Übergriffen.
Im Januar 2025 wurde laut dem Bericht eine Jüdin in der Nähe der Oranienburger Synagoge von Jugendlichen mit Tomaten beworfen. In Teltow fand ein Jude in seinem Briefkasten ein Bild von sich, auf dem «Kill Jews sonn (sic!)» stand. In Cottbus soll ein Mann im vergangenen September vor der Synagoge «Juden erschießen» gerufen haben...
20. Juli 2026 "Jüdische Allgemeine"
Ermittlungen enthüllen Hamas-Netzwerk in Europa
...Das Geflecht erstreckt sich von Griechenland und Zypern über Österreich und Skandinavien bis nach Deutschland...
Den entscheidenden Hinweis hatte zuvor die zypriotische Polizei geliefert, die zwei Wochen vorher zwei mit Motasem in Verbindung stehende Palästinenser nahe Larnaka festgenommen hatte. Die anschließende Beobachtungsoperation trug den Namen »Odin«.
Ermittler gehen davon aus, dass die Zelle einen Anschlag auf ein israelisches Kreuzfahrtschiff vorbereitete, das regelmäßig griechische Häfen anläuft und dabei wiederholt Ziel israelfeindlicher Proteste war. Bereits ein Jahr zuvor war Motasem dem »NZZ«-Bericht nach bei einem früheren Anlegemanöver zusammen mit vier weiteren Palästinensern von der Polizei kontrolliert, damals aber nicht festgenommen worden...
Die festgenommenen Personen stellen möglicherweise nur einen kleinen Teil eines großen Netzwerks dar. Immer wieder führen die Spuren dabei nach Deutschland...
18. Juli 2026 "mena-watch"
Deutschland: Staatsräson in Wort und Tat
...Als die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel 2008 vor der israelischen Knesset erklärte, die Sicherheit Israels sei Teil der deutschen Staatsräson, zementierte sie einen damals weitgehenden Konsens. Was einst weiten Zuspruch erntete, wird heute von einer toxischen Allianz aus postkolonialem linkem Hochmut und islamistischer Aggression zertrümmert. Das fundamentale Prinzip wird zunehmend als koloniales Relikt, als Willkürakt oder gar als Sprechverbot denunziert. Dabei ist das Bekenntnis weit mehr als eine rhetorische Geste, denn es speist sich direkt aus den historischen Rahmenbedingungen, welche die Gründung der Bundesrepublik überhaupt erst ermöglichten...
18. Juli 2026 "Du bist Halle"
Flyer zur Jahresausstellung verteilt:
Boykottaufrufe gegen Israel an Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale)
...Die traditionsreiche Jahresausstellung der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) ist auch in diesem Jahr Schauplatz des Nahostkonflikts geworden. Anstatt rein künstlerischer Positionen zog ein flächendeckend ausgelegter Flyer mit dem Titel „END THE COMPLICITY“ die Aufmerksamkeit auf sich. Das Papier... fordert einen radikalen akademischen Boykott Israels...
18. Juli 2026 "BILD"
Skandal in Hamburg:
Terror-Jublerin tritt bei Techno-Festival auf
Star-DJ Sama’ Abdulhadi feierte das Hamas-Massaker vom 7. Oktober
...Abdulhadi hatte den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 in einem Instagram-Beitrag als Teil des „palästinensischen Widerstands“ bezeichnet. Bei dem Massaker wurden in Israel rund 1200 Menschen getötet und zahlreiche weitere als Geiseln verschleppt. Auch ein Festival mit vielen DJs wurde damals von den Killern attackiert. Hamburgs neue Antisemitismusbeauftragte Anna von Villiez fordert die sofortige Absage des Auftritts.
„Übernahme islamistischer Deutungsmuster“
Abdulhadi sei in der Vergangenheit durch antisemitische Positionen in sozialen Netzwerken aufgefallen, erklärte von Villiez bei dpa. Unter anderem habe die DJ den Begriff „Toufan Al-Aqsa“ verwendet – die von der Hamas gewählte Bezeichnung für ihren Angriff auf Israel. Von Villiez: „Dass die Künstlerin sich diesen Begriff unkommentiert zu eigen macht, lässt nicht nur auf eine Verharmlosung des Massakers, sondern auch auf eine Übernahme islamistischer Deutungsmuster schließen.“ Die Antisemitismusbeauftragte wandte sich nach Angaben der Hamburger Gleichstellungsbehörde direkt an die Organisatoren und forderte sie auf, Abdulhadi auszuladen...
17. Juli 2026 "BILD"
Künstler aus der Sendung geschmissen!:
Dieses Lied wollte das ZDF nicht senden...
Danger Dan von der Antilopen Gang ist bekannt für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus...
...Danger Dan war für die Aufzeichnung der 100. Ausgabe der Sendung „Die Anstalt“ zum Thema politische Radikalisierung und Wehrhaftigkeit der Demokratie eingeladen. Sie wird am kommenden Dienstag (21. Juli) im ZDF ausgestrahlt. Geplant war, dass der Rapper den Song „Keine Angst“ präsentiert, in dem es um das Thema „Widerstand gegen Rechtsextremismus“ gehe. Anschließend sollte darüber diskutiert werden. Doch es kommt anders! Das ZDF streicht den Auftritt kurz vor der Aufzeichnung, wie es in einer Mitteilung der Promotion-Agentur Check Your Head heißt...
16. Juli 2026 "haGalil"
Antisemitische Vorfälle bei den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt
...RIAS Thüringen dokumentierte während des Bundesparteitags der Alternative für Deutschland (AfD) am 4. und 5. Juli 2026 zahlreiche antisemitische Vorfälle. Auch am eigenen Infostand kam es zu massiven Anfeindungen und bedrohlichen Situationen mit Demonstrierenden...
Besonders besorgniserregend ist daher, dass es ausgerechnet im Umfeld der Gegenproteste zu zahlreichen antisemitischen Äußerungen, Bedrohungen und Angriffen kam. RIAS Thüringen dokumentierte zu unterschiedlichen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten antisemitische Äußerungen und Handlungen, die insbesondere dem antiisraelischen Aktivismus und dem links-antiimperialistischen Spektrum zuzuordnen waren. Grundlage waren Meldungen sowie eigene Beobachtungen der Mitarbeitenden der Meldestelle, die diesen Anfeindungen mitunter direkt ausgesetzt waren. Besonders auffällig war die hohe Präsenz israelbezogener antisemitischer Symbolik und Rhetorik im Umfeld der Gegenproteste...
16. Juli 2026 "Bergische Uni Wuppertal"
Professionalisierung...
...Antisemitische Vorfälle gehören für viele Schulen in Deutschland zum pädagogischen Alltag.
Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte stehen dabei vor der anspruchsvollen Aufgabe, in herausfordernden Situationen angemessen zu reagieren und gleichzeitig ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden...
15. Juli 2026 "Süddeutsche Zeitung"
Judenfeindliche Hinweise nach Bluttat in Schongau
...Bei der Gewalttat im Schongauer Welfen-Gymnasium wurden zwei Mädchen vom mutmaßlichen Täter schwer verletzt...
Vor einer Woche erschütterte die Gewalttat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau das Land. Danach tauchte ein Dokument des mutmaßlichen Täters auf. Eine Fachstelle sagt nun: Es strotzt vor Antisemitismus...
„Das Dokument gibt einen Einblick in eine verstörende Gedanken- und Gefühlswelt voller Gewalt- und Vernichtungsfantasien“, teilte die Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern, Annette Seidel-Arpaci, am Mittwoch in München mit. Sie ergänzte:
„Antisemitismus fungiert in dem Text als umfassende Welterklärung und gibt allen als negativ wahrgenommenen Ereignissen im Leben des Autors einen großen Rahmen.“
Der Autor des Textes gehe von einer „verjudeten“ Gesellschaft aus, die von einer von Zionisten besetzten Regierung kontrolliert werde, hieß es weiter. "„Die Juden" erscheinen als ungemein mächtige, im Hintergrund agierende Gruppe.“ In dem 19-seitigen Schriftstück fänden sich zahlreiche antisemitische Begriffe und Motive.
Der englischsprachige Text nutze Schmähwörter und Slang wie „kikes“, „jewrope“, „jewsus“ (für Jesus) oder „jewrocuckland“. Politische Parteien würden als „von Juden finanziert“ abgelehnt. Der Urheber habe bei seiner Gewalttat „die Schafe schlachten“ wollen, die dabei hülfen, die genannten angeblichen Strukturen aufrechtzuerhalten – nämlich Lehrerinnen und Lehrer...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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