Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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13. April 2026 "Der Wiarda Blog"
Angst, Anfeindungen, "kodierter" Antisemitismus
...Antisemitische Vorfälle bestimmen nicht allein das Klima an den Hochschulen für jüdische Studierende. Ihre jüdische Identität wird dauernd politisiert, sie müssen sich erklären oder ideologisch positionieren...
EVELYN DELLER STUDIERT Kunst in Münster, aber die Kunstakademie hat sie vergangenes Semester nur ein einziges Mal von innen gesehen. Die Anti-Israel-Flyer, die antisemitischen Schmierereien in den Toiletten, die Posts ihrer Mitstudierenden auf Instagram – "das war zu viel für mich", sagt sie...
"Wenn jetzt das neue Semester beginnt, habe ich wieder Angst hinzugehen."...
450 antisemitische Vorfälle
Viele jüdische Studierende trauten sich nicht mehr, sich auf dem Campus als Juden zu "outen", sagt die Soziologin Julia Bernstein. Sie ist Professorin und Antisemitismusforscherin an der Frankfurt University of Applied Sciences und Vorsitzende des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender (NJH).
"Wir haben uns Ende 2023 als eine Art Notgemeinschaft gegründet, um jüdischen Hochschullehrenden eine Stimme zu geben", sagt Bernstein. "Und um an der Seite der jüdischen Studierenden zu stehen."
Viele jüdische Studierende, Lehrende und Hochschulmitarbeitende fühlten sich an ihren Universitäten nicht mehr sicher bzw. würden mit Bedrohungen konfrontiert. 8.627 antisemitische Vorfälle bundesweit registrierte der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) für 2024, ein Anstieg um fast 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An den Hochschulen sei die Steigerung noch drastischer gewesen. So seien im gesamten Jahr 2023 bis zum 7. Oktober nur 23 Vorfälle gemeldet worden, im restlichen Jahr weitere 128.
Und im Jahr 2024 dann sogar 450 – verteilt auf Hochschulen in 56 Städten, darunter 15 Angriffe, zwei gezielte Sachbeschädigungen, 15 Bedrohungen und 147 als antisemitisch eingestufte Versammlungen, darunter auch Protestcamps. Die Zahlen für 2025 hat RIAS noch nicht veröffentlicht...
13. April 2026 "Die Zeit"
Urteil nach Angriff auf jüdischen Studenten in Berlin abgemildert
...2024 wurde Lahav Shapira brutal angegriffen. Jetzt hat ein Berliner Gericht das Urteil gegen den Täter abgeschwächt – und keine antisemitische Motivation festgestellt...
Das Berliner Landgericht hat im Berufungsverfahren einen Mann, der den jüdischen Studenten Lahav Shapira angegriffen hatte, wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Die Strafe liegt damit unter dem ursprünglichen Urteil: Im vergangenen April war der heute 25-jährige Täter zu drei Jahren Haft verurteilt worden...
Der Verurteilte hatte Shapira, seinen damaligen Kommilitonen, Anfang Februar 2024 zufällig in einer Bar in Berlin-Mitte getroffen. Als Shapira das Lokal verließ, folgte er ihm, schlug ihn mit der Faust nieder und trat ihm gegen den Kopf, als er bereits blutend am Boden lag. Das Opfer erlitt Knochenbrüche im Gesicht sowie eine Hirnblutung...
In einem anderen Verfahren war Shapira gegen die Freie Universität Berlin (FU) vorgegangen, um besseren Schutz vor antisemitischer Diskriminierung zu erstreiten. Im März wies das Verwaltungsgericht Berlin seine Klage jedoch aus formellen Gründen ab...
13. April 2026 "Handelsblatt.com"
Studie
Höchststand tödlicher antisemitischer Gewalt seit 30 Jahren
...Antisemitisch motivierte Angriffe haben im vergangenen Jahr weltweit so viele Menschen das Leben gekostet wie seit 30 Jahren nicht mehr: 20 Todesopfer wurden am Montag in einer Studie genannt, die jährlich von der Universität Tel Aviv herausgegeben wird...
13. April 2026 "Der Tagesspiegel"
Aufruf zum Mord an Juden:
Anwohner übersprühen antisemitische Graffiti an Hauswand in Berlin-Prenzlauer Berg
...in der Nacht zu Samstag haben Unbekannte in Berlin-Prenzlauer Berg mit antisemitischen Graffiti zur Tötung von Juden aufgerufen. Die Instagram-Seite „jewsofberlin“ veröffentlichte am Sonntag einen entsprechenden Beitrag, der den gesprühten Schriftzug „KILL ALL JEWS“ (Tötet alle Juden) sowie ein Hakenkreuz an einer Hauswand zeigt...
Den Angaben der Polizei zufolge prangte der 75 × 100 Zentimeter große Schriftzug neben dem Eingang des Gebäudes. Daneben wurde das 70 × 70 Zentimeter große Hakenkreuz gezeichnet. Wer die beiden Schmierereien zu verantworten hat, ist bislang unklar...
„Wir reden hier nicht über Geschichte. Wir reden über die Gegenwart. Über Hass, der sichtbar ist, mitten in unserer Stadt..."
12. April 2026 "Focus"
...Erdogan droht Israel mit Invasion
...Das berichtet unter anderem die britische Tageszeitung "The Telegraph"....
Er sagte: "Hätte Pakistan nicht im Krieg zwischen den USA und dem Iran vermittelt, hätten wir Israel seinen Platz gezeigt … Genauso wie wir in Libyen und Karabach einmarschiert sind, können wir auch in Israel einmarschieren. Es gibt keinen Grund, dies nicht zu tun."...
10. April 2026 "Bayerischer Rundfunk"
Unbekannte attackieren israelisches Restaurant in München
...In der Nacht haben Unbekannte die Fensterscheiben eines israelischen Restaurants in München zerstört und Pyrotechnik in die Räume geworfen...
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei beschädigten Unbekannte in der Nacht die Schaufenster des in der Maxvorstadt gelegenen Restaurants und warfen pyrotechnische Gegenstände in den Innenraum. Ein Anwohner hatte die Ermittler gegen 0.45 Uhr alarmiert, nachdem er drei laute Knallgeräusche gehört hatte. Die Polizei will nun herausfinden, um welche Art von Pyrotechnik es sich handelte. Die Tatverdächtigen konnten unerkannt fliehen...
9. April 2026 "nius"
„Täglich Schlägereien, kein Deutsch, keine Zukunft“: Lehrer packt aus – was in Integrationsklassen schief läuft
...Das deutsche Bildungssystem gleicht einem Scherbenhaufen. Politiker fordern Reformen, doch die bleiben aus. Jetzt packt ein Quereinsteiger-Lehrer bei NIUS schonungslos aus: Er unterrichtet Integrationsklassen an einer Realschule in Nordrhein-Westfalen und spricht anonym über fehlende Deutschkenntnisse, tägliche Gewalt, offenen Antisemitismus und die Islamisierung des Klassenzimmers. NIUS: Viele Lehrer haben Angst, sich offen zu äußern. Riskieren Sie Ihren Job, wenn Sie die Realität öffentlich beschreiben? Lehrer: Ja, durchaus. Es gibt einen klaren politischen Druck. Wenn man dem nicht gerecht wird, wird es schnell schwierig, den Job zu behalten...
Lehrer: Grundsätzlich sind das Flüchtlinge, wobei der Begriff unscharf ist. Die meisten bei mir sind in Spanien geborene Marokkaner. Darüber hinaus gibt es Pakistani, Syrer, Somalier und ein paar Ukrainer. Annähernd alle Familien sind von Transferleistungen abhängig. Das ist definitiv ein Anreiz. Wirkliche Kriegserfahrungen haben nur die Ukrainer gemacht...
Offener Antisemitismus und Hitler-Verharmlosung
NIUS: Gibt es Probleme mit Antisemitismus?
Lehrer: Bei einem Projekt wurden Plakate über verschiedene Religionen erstellt, und als ich an dem Tisch war, an dem ein Plakat für das Judentum angefertigt wurde, habe ich Sachen gehört, die ziemlich unglaublich sind. Da merkt man eine gewisse Ablehnung anderer Glaubensrichtungen und insbesondere einen manchmal latenten, manchmal sehr offen durchschimmernden Antisemitismus.
Auch eine Verharmlosung des Nationalsozialismus ist völlig normal – die Quintessenz ist: Was Hitler damals gemacht hat, war nicht alles richtig, aber mit den Juden hatte er recht. „Du Jude“ ist eine häufige Beleidigung an der Schule...
9. April 2026 "Der Tagesspiegel"
Aktion auf dem Alexanderplatz in Berlin:
Anti-Israel-Demonstranten stellen Hinrichtung nach
...Selbst kleine Kinder mussten die Inszenierung anschauen...
Die Polizei ist zunächst nicht gegen die Inszenierung der Hinrichtung eingeschritten...
4. April 2026 "Jüdische Rundschau"
Damals wie heute: Deutschland an der Seite des iranischen Regimes
...Die brutale Realität der Islamischen Republik Iran zeigt sich nicht nur in Folterkammern und Gefängnissen, sondern auf offener Straße. Augenzeugenberichte schildern Morde, Misshandlungen und Vergewaltigungen durch die Schergen des Regimes – Verbrechen, die das Ausmaß der Gewalt dieses Systems offenbaren. Trotz niemals verhohlener Absicht Teherans, Israel und die Juden zu vernichten, pflegte Deutschland über Jahrzehnte hinweg einen Dialog mit den Machthabern in Teheran und behandelte die Ajatollahs als legitime Partner. Besonders beschämend: Noch bis 2020 übermittelte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem damaligen Obersten Führer Ali Khamenei Glückwünsche zum Jahrestag der Islamischen Revolution – „auch im Namen meiner Landsleute“. Ein politisches Signal, das angesichts der Leichenberge dieses Regimes kaum zynischer wirken könnte...
4. April 2026 "Jüdische Rundschau"
Antisemitische Verschwörungsmythen: Der moralische Absturz der SPD
...Immer wieder fallen Sozialdemokraten durch israel- und judenfeindliche Narrative auf – von grotesken Verschwörungsmythen bis zur pauschalen Dämonisierung des Zionismus. Der Kontrast zwischen historischem Selbstbild und politischer Gegenwart könnte kaum größer sein: Während man sich auf den antifaschistischen Widerstand beruft, toleriert man in den eigenen Reihen eine Rhetorik, die nahezu unverhohlen antisemitische Denkmuster bedient. In der Partei, die ihre Gründung vor allem dem Juden Ferdinand Lassalle verdankt, verbreitet geradezu ungehindert Melek Hirvali Cizer, eine türkischstämmige Lokalpolitikerin aus Mannheim, auf Facebook antisemitische Verschwörungsfantasien, die an die dunkelsten Kapitel europäischer Judenfeindschaft erinnern. In grotesken Posts fabuliert sie über angebliche israelische Angriffspläne gegen die Türkei, „babyfressende“ Juden und ein weltweites Netzwerk kindesentführender Agenten – Motive, die direkt aus dem Arsenal mittelalterlicher Ritualmordlegenden stammen...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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