Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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28. April 2026 "n-tv.de"
"Kauft nicht bei Juden"
Antisemitismus in Deutschland - wo bleibt der Aufschrei?
...Antisemitismus ist Alltag in Deutschland, aber den meisten Menschen scheint das egal zu sein. In Berlin werden Häuserwände mit antisemitischen Parolen beschmiert und in München Läden zerstört und angegriffen. Der Aufschrei ist vergleichsweise leise. ...
Schmierereien an Hauswänden wie "Juden raus", "Kauft nicht bei Juden", "Nur ein toter Jude ist ein guter Jude", versehen mit Hakenkreuzen zur besonderen Betonung der Gesinnung. An anderen Stellen Davidsterne, um klarzumachen: Hier wohnen Juden. Willkommen in Deutschland 2026.
Über acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs treten in deutschen Städten vermehrt Parolen auf, von denen man dachte, diese Phase hätte das Land hinter sich gelassen.
Dass es Judenhass gibt, ist kein Geheimnis. Dass er offen zur Schau gestellt wird, ist nicht ganz neu. Dass es aber täglich mehr wird, ist äußerst beunruhigend...
27. April 2026 "WELT-ONLINE"
Der grassierende Judenhass an den Universitäten
...Der neue Antisemitismus tritt nicht mehr mit Springerstiefeln oder Palästinensertüchern auf. Er kommt mit Fußnoten daher. Und erhält an Hochschulen immer mehr Zustimmung...
27. April 2026 "Frankfurter Rundschau"
Judenfeindliche Straftaten haben sich in drei Jahren verdreifacht
...In der Folge des Hamas-Angriffs sei es zu „hoch emotionalen und dynamischen Reaktionen von Extremisten“ gekommen, die die Lage für ihre Agitation genutzt hätten, erläuterte Verfassungsschutzpräsident Bernd Neumann. Zentrale Botschaft der Studie sei: „Die Bedrohungslage für jüdisches Leben hat sich deutlich zugespitzt. Das muss uns alle besorgen“, sagte Neumann...
27. April 2026 "Frankfurter Rundschau"
Judenfeindliche Straftaten haben sich in drei Jahren verdreifacht
...In der Folge des Hamas-Angriffs sei es zu „hoch emotionalen und dynamischen Reaktionen von Extremisten“ gekommen, die die Lage für ihre Agitation genutzt hätten, erläuterte Verfassungsschutzpräsident Bernd Neumann. Zentrale Botschaft der Studie sei: „Die Bedrohungslage für jüdisches Leben hat sich deutlich zugespitzt. Das muss uns alle besorgen“, sagte Neumann...
27. April 2026 "Der Tagesspiegel"
Cottbus: Synagoge mit Hakenkreuz beschmiert
...Nach einem volksverhetzenden Schriftzug an der Synagoge der Lausitz-Stadt ist das jüdische Gotteshaus binnen kurzer Zeit wieder mit einem rechtsextremistischen Symbol beschmiert worden...
Wie ein Sprecher der Polizei sagte, entdeckte eine Streife am Morgen gegen 3.30 Uhr ein schwarzes Hakenkreuz an der Synagoge, die mitten in der Cottbuser Fußgängerzone steht. Die verbotene Schmiererei sei ein Meter mal 1,50 Meter groß...
Die Feuerwehr wollte die erneute Schmiererei am Morgen mit Wasser entfernen. Da das nicht geklappt habe, klebten Beamte das verbotene Symbol zunächst mit blickdichter Folie ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Entfernung sei aber veranlasst. Die Synagoge in Cottbus, die sich in der ehemaligen evangelischen Schlosskirche befindet, wurde 2015 eingeweiht – als erstes jüdisches Gotteshaus in Brandenburg seit dem Holocaust. 1938 hatten die Nazis die damalige Synagoge in Cottbus niedergebrannt...
27. April 2026 "tageschau.de"
Antisemitismus:
Islamisten und Linksextremen
...Antisemitismus geht meist von Islamisten und Linksextremen aus...
24. April 2026 "Hamburger Abendblatt"
Fragwürdige Aussagen zur Hamas – doch Uni Hamburg lässt Professor gewähren
...Ein emeritierter Professor nannte die Hamas-Angriffe auf Israel „legal und legitim“. Konsequenzen wird es dafür nicht geben...
24. April 2026 "tachles - das jüdische Wochenmagazin"
Zu wenige Juden in Europa
...«Ein Fünftel der britischen Juden erwägt, das Land zu verlassen», so lautete Anfang dieser Woche eine Schlagzeile in den Tamedia-Zeitungen. Als Grund nannte Grossbritannien-Korrespondent Peter Nonnenmacher, der sich dabei auf einen Bericht des Institute for Jewish Policy Research berief, mehrere versuchte Brandanschläge, konstante Einschüchterungen und eine organisierte «Kampagne der Gewalt» gegen jüdische Gemeinden in den letzten Wochen...
Laut der vom Ipsos Research Institute im Herbst 2025 durchgeführten Untersuchung fühlen sich nur noch 45 Prozent der europäischen Jüdinnen und Juden in ihren Ländern sicher. In Israel sind es immerhin 71 Prozent und dies trotz Krieg und Raketenbeschuss.
Europas Befindlichkeit sei der antisemitischen Welle zuzuschreiben, die den Kontinent seit nunmehr zweieinhalb Jahren heimsuche.
So haben laut einem letzten Montag veröffentlichten Bericht der Jewish Agency for Israel rund 43 Prozent aller Jüdinnen und Juden in Europa direkt Antisemitismus erfahren.
Am schlimmsten sei die Situation in Frankreich. Dort geben nur noch 22 Prozent der Jüdinnen und Juden an, sich sicher zu fühlen...
Aktuell bewegen sich die Schätzungen und Hochrechnungen zwischen einer Million und 1,2 Millionen Jüdinnen und Juden in Europa. Sicher ist, es werden schnell weniger. So etwa zählt die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland in ihrer letzten jährlichen Statistik für 2024 in den 106 Gemeinden des Zentralrats der Juden in Deutschland noch rund 89 000 Jüdinnen und Juden. Es waren auch schon mal um die 108 000. Insgesamt sollen in Deutschland zwar noch 130 000 Jüdinnen und Juden leben, wobei da die Frage ist, wie Judentum definiert wird...
Nun werden die Juden Europas nicht nur weniger, sondern auch älter. Rund 40 Prozent sind über sechzig Jahre alt. In Deutschland sind es mit 48 Prozent sogar fast die Hälfte der statistisch Erfassten...
24. April 2026 "Der Tagesspiegel"
Antisemitischer Spruch an Synagoge in Cottbus entdeckt
...Bei der Kontrolle der Synagoge entdeckte die Streife dann einen antisemitischen Spruch in der Größe 10 mal 13 Zentimeter. Ob ein Zusammenhang mit dem Zünden der Pyrotechnik besteht, wird geprüft.
Seit Tagen werden Berichte über mutmaßlich rechte Einschüchterungsversuche in Cottbus bekannt...
21. April 2026 "NZZ Online - Neue Züricher Zeitung"
Deutschland verweigert sich einer unbequemen Realität: Die Bundesrepublik versagt im Kampf gegen Antisemitismus
...Ein arabischstämmiger Student tritt einen jüdischen Kommilitonen krankenhausreif. Das Landgericht Berlin erkennt darin keinen Antisemitismus. Der Fall Shapira ist ein Lehrstück über deutsche Realitätsverweigerung...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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