'Der Antisemitismus ist die Furcht vor dem Menschsein.' Jean Paul Sartre
 
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18. Oktober 2019 "Süddeutsche Zeitung"
Mann in Neukölln antisemitisch beleidigt
...Ein 41-Jähriger sei im Bezirk Neukölln antisemitisch beleidigt worden, teilte die Polizei mit. Der Mann war demnach am Freitagvormittag auf dem Weg zur Arbeit, als er auf dem Siegfried-Aufhäuser-Platz nahe dem S-Bahnhof Sonnenallee plötzlich beschimpft worden sei. Für Nachfragen zum weiteren Ablauf war die Polizei am Freitagabend nicht erreichbar...
17. Oktober 2019 "Der Tagesspiegel"
Programm „Demokratie leben“ lehnt Projekte ab
Initiativen gegen Antisemitismus und Radikalisierung bekommen keine Förderung
...Es gibt zwar viele Ideen für demokratiefördernde Projekte, aber kein Geld vom Bund...
„Das ist der selbstgemachte Terror"
Ebenso abgelehnt: Das Projekt „Wir! – Hier!“ der Mansour-Initiative für Demokratieförderung (MIND) zusammen mit der „Rhein-Flanke GmbH“. Ahmad Mansour ist ein Islam-Kritiker und Psychologe, der für einen liberalen Islam eintritt. Das Projekt sollte an Schulen und Jugendeinrichtungen gegen Antisemitismus und für gegenseitige Toleranz kämpfen.

Abgelehnt: ein Projekt des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus.
Abgelehnt: ein Projekt des Anti-Gewalt-Vereins „Gesicht Zeigen!“ Und das ist nur ein Teil der Projekte, die keine Förderung erhalten...
Der Bundesfinanzminister wollte die Zuwendungen für 2020 noch weiter kürzen...
17. Oktober 2019 "ZDFheute"
Die Gräben bleiben tief
Wer ist verantwortlich? Die Antworten sind schwierig. Der Bundestag ist nicht viel weitergekommen
...Das war, eine Woche nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle mit zwei Toten, heute das Thema im Bundestag...
16. Oktober 2019 "Die Zeit"
Antisemitismus:
"Diese lächerlichen Mahnwachen vor Synagogen"
Erst werden Juden attackiert, dann wird getrauert – spart euch eure Rituale!
Richard C. Schneider erklärt, warum er als Jude nicht mehr in Deutschland leben will
...Seit Jahren warnen wir Juden vor den Entwicklungen. Und niemand hört uns zu. Wir warnen davor, dass Antisemitismus längst wieder salonfähig geworden ist, aber nur wenige glauben uns. Im Gegenteil, wir werden dann gern als "überempfindlich" abgewertet...
Der Antisemitismus ist längst wieder in der Mitte der Gesellschaft, nein, nicht "angekommen", denn er war ja nie weg: Er ist einfach wieder hervorgekrochen aus seinen Löchern, er ist überall präsent, und wir sehen, lesen und hören ihn, egal, ob es sich um antisemitische Karikaturen, Klischeefotos oder Verschwörungstheorien in renommierten deutschen Tageszeitungen handelt, egal, ob in gepflegten Kreisen über die "Allmacht der jüdischen Lobby" oder über unseren "unendlichen Reichtum" fantasiert wird. Wir sind "die unbekannte Welt nebenan", wie der Spiegel unlängst titelte, also auf keinen Fall Teil der deutschen Gesellschaft...
wie schlimm muss es denn sein? Wie viele Juden müssen angegriffen, geprügelt oder gar getötet werden, damit die Mehrheitsgesellschaft endlich begreift? 6 Juden? 600, 6.000 oder gar: 6 Millionen?..
13. Oktober 2019 "Süddeutsche Zeitung"
Fünf von acht ..Mahnmalen wurden geschändet
...In fünf von acht Städten wurden Attacken auf Mahnmale zum Gedenken der Opfer des rechtsextremen NSU registriert...
Erst Anfang Oktober war im sächsischen Zwickau eine Eiche abgesägt worden, die an Enver Simsek erinnern sollte. Rechtsterroristen des NSU hatten den Blumenhändler im Jahr 2000 in Nürnberg erschossen...
beschädigten Unbekannte das Mahnmal in Rostock für das NSU-Opfer Mehmet Turgut dreimal seit 2014.
In Kassel wurde 2014 der Gedenkstein für das NSU-Opfer Halit Yozgat mit einer Bitumenmasse übergossen...
In Nürnberg entfernten Unbekannte 2015 eine Gedenktafel, eine Stele wurde im November 2017 mit einem Hakenkreuz beschmiert.
Eine zweite zentrale Stele in der Stadt war bereits kurz nach ihrer Einweihung im März 2013 mit Hakenkreuzen beklebt worden...
In Heilbronn, wo die NSU-Terroristen die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet hatten, gruben Unbekannte 2008 eine Gedenkstele aus und warfen sie in den Neckar. 2014 wurde eine Gedenktafel besprüht...
Bei den Vorfällen in den anderen fünf Städten konnten demnach bisher keine Täter ermittelt werden...
13. Oktober 2019 "mena-watch"
Podcast Sandra Kreisler... Der Anschlag in Halle
...noch wenige Tage zuvor hatte man einen Attentäter, der mit einem Messer bewaffnet in die Synagoge in Berlin eindringen wollte, schlicht wieder freigelassen – der hat ja nichts erreicht, da standen Polizisten davor, also kann es ja nicht Antisemitismus gewesen sein...
Ein paar Monate zuvor hat jemand eine Synagoge in Wuppertal angezündet, aber das war, sagten die dortigen Richter auch kein Antisemitismus – das war Israelkritik...
Antisemitismus ist, wenn ein AfD Politiker von einem Denkmal der Schande spricht. Wenn das Martin Walser in derselben Wortwahl macht, ist es allerdings kein Antisemitismus. Dann spricht er nur aus, dass die Juden sich wieder mal zu wichtig machen...
12. Oktober 2019 "BILD"
Nach Angriff auf Synagoge mit zwei Toten
Terrorist gesteht Tat und Rechtsextremismus
...In einem stundenlangem Verhör vor dem Ermittlungsrichter hat der Neonazi den Terror-Anschlag auf die Synagoge in Halle und den Mord an zwei Menschen gestanden. Dabei habe er auch in einer umfangreichen Aussage seine rechtsextremistischen und antisemitischen Motive offen gelegt...
12. Oktober 2019 "Deutsche Welle"
Antisemitismus in der EU nimmt zu
...Die Fakten liegen schon lange auf dem Tisch. Anti-jüdische Gewalt und Belästigung nehmen zu in der EU...
Der Anschlag eines mutmaßlichen Rechtsextremisten in Halle (Saale) ist kein Einzelfall. Das geht aus den Studien hervor, die die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) in Wien im Dezember 2018 und 2013 vorgelegt hat. "Wir sehen in einigen Ländern eine Zunahme von Gewalttaten gegen Juden, einfach nur weil sie Juden sind. Der Antisemitismus, der die Gesellschaften durchdringt, gibt den Juden das Gefühl, dass sie nicht so leben können wie jeder andere. Sie können nicht mehr als Juden in ihrem eigenen Land leben", sagte Ioannis Dimitrakopoulos der Deutschen Welle...
Die jüdische Lobby-Organisation "Europäische Koalition für Israel" spricht in Brüssel von Antisemitismus in Europa, der "epidemische Ausmaße" angenommen habe und die "Seele Europas" bedrohe. In der Tat, das belegt die Untersuchung der EU-Agentur für Menschenrechte, fühlen sich viele Juden in Europa nicht mehr wohl und nicht mehr sicher. "Wenn sich Menschen, die ja keine Einwanderer sind, sondern seit Generationen in ihren Heimatländern leben, dort nicht mehr willkommen fühlen, dann ist das eine ganz gravierende Tatsache"...
11. Oktober 2019 "tageschau.de"
"Die Gewaltbereitschaft ist sehr hoch"
...Innenminister Seehofer spricht in den Tagesthemen von einer "hohen Bedrohungslage" durch Antisemitismus. Etwa 24.000 Rechtsextreme gebe es in Deutschland - viele seien gewaltbereit...
Etwa 24.000 Rechtsextremisten gebe es in Deutschland, so der Innenminister - geschätzt die Hälfte davon potenziell gewaltbereit. "Die Gewaltbereitschaft in diesem Bereich ist sehr hoch, auch die Waffenaffinität." Man müsse die politischen Maßnahmen also verstärken. "Wir fangen nicht bei null an, aber wir müssen mindestens so gut werden wie bei der Bekämpfung des islamistischen Terrors."...
11. Oktober 2019 "mena-watch"
Der Anschlag in Halle. Protokoll eines Staatsversagens
...„Hallo, mein Name ist Anon, und ich denke, der Holocaust ist nie passiert. Der Feminismus ist der Grund für die sinkenden Geburtenraten im Westen, die als Sündenbock für die Masseneinwanderung dienen, und die Wurzel für all das ist der Jude.“ Das ist das einleitende Statement zu einer Tat, die von Stephan B. als Massenmord an Juden geplant war... Sein Plan scheiterte nur an seinem eigenen Dilettantismus. Denn niemand war da, der ihn gestoppt hätte....
Deutschland ist offensichtlich nicht mehr in der Lage, seine Bürger zu schützen. Nicht vor Terroranschlägen von Islamisten, nicht vor Terroranschlägen von Rechtsextremen, nicht vor Gewalttaten von Migranten vor allem gegen Frauen. Allen drei Tatgruppen ist gemeinsam, dass sich das Land zwar im Anlassfall in betroffenen Posen gefällt, aber nicht willens ist, mit aller Entschlossenheit von Polizei und Justiz dagegenzuhalten. Und sich scheut, die Dinge beim Namen zu nennen...
Eine Woche vor dem Anschlag in Halle versuchte ein Syrer unter ‚Allahu Akbar‘ und ‚Fuck Israel!‘ Rufen mit einem Kampfmesser in eine Berliner Synagoge einzudringen. Am nächsten Tag war er wieder auf freiem Fuß, es sei keine Gefahr im Verzug, meinte die Staatsanwaltschaft.
Am Montag hat ein Islamist in Limburg mit einem Lkw neun Menschen verletzt. Die tagesschau bezeichnete den mutmaßlichen Terroranschlag als „LKW-Vorfall“...
Der islamische Antisemitismus hat den rechten und linken Antisemitismus nicht ersetzt, er ist dazugekommen. ‚Jude‘ ist wieder ein Schimpfwort an deutschen Schulen. Die Diffamierung Israels ist auch in so genannten Qualitätsmedien und den öffentlich-rechtlichen Sendern an der Tagesordnung. Übergriffe gegen Juden werden als Israelkritik verharmlost...
Exzessive Gewalttaten von Neonazis, Skinheads und anderen Rechtsextremen kennen wir seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die jüdische Gemeinde von Halle hat immer wieder um Schutz gebeten. Er wurde ihr verweigert...
Privorozki berichtet, dass die 51 Menschen in der Synagoge, darunter (zehn) Gäste aus den USA, den Jom Kippur-Gottesdienst nach dem Angriff fortsetzten...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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