"Der Antisemitismus ist die Furcht vor dem Menschsein." Jean Paul Sartre
 
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8. August 2020 "br24"
Oberster Verfassungsschützer sieht neue Qualität bei Antisemitismus erreicht
..."Wenn mir jüdische Bürgerinnen und Bürger sagen, dass sie sich fragen, wann der Zeitpunkt erreicht ist, Deutschland zu verlassen - dass sie überhaupt schon an diesem Punkt sind: Dann ist die Lage schlimm."...
Der Antisemitismus sei eine, wie er sagt, erstaunliche Gemeinsamkeit von ansonsten ganz unterschiedlichen Demokratiefeinden...
6. August 2020 "Jüdische Rundschau"
Judenfeindschaft gehört als geschichtliche Belastung zum negativen Weltkulturerbe
Werner Bergmann
...dass der Antisemitismus eine anthropologische Konstante der abendländischen Kultur und Zivilisation ist, ein integraler Teil der historischen Erbmasse.
Antisemitismus ist Teil und Erbe der christlichen Tradition...
Judenfeindschaft gehört sozusagen zum negativen Weltkulturerbe mit seinem Epizentrum in Europa!...
6. August 2020 "Jüdische Rundschau"
70 Jahre Zentralrat...
Dem Autor wurden als Vertreter der Jewish Agency, der größten jüdischen Organisation der Welt, seitens des Zentralrats zahlreiche Steine in den Weg gelegt.
Von Yona Shay
...meine Zeit als Gesandter der Jewish Agency for Israel in Süddeutschland Revue passieren zu lassen und die Geschehnisse zu reflektieren...
So empfand ich die interne Politik innerhalb des Zentralrats der Juden und die Begegnungen mit einigen jüdischen Funktionären sowohl auf persönlicher als auch auf inhaltlicher Ebene nur allzu oft als befremdlich und höchst fragwürdig.
...Wer hätte vor dem Beginn meiner Tätigkeit in München gedacht, dass diejenigen Personen, die mich immer wieder angefeindet haben, keine Islamisten, BDS-Aktivisten oder Nazis sind, sondern ausgerechnet mächtige jüdische Funktionäre des Zentralrats der Juden. Nachvollziehbarerweise hatte ich bei meinem Amtsantritt keine Freudensprünge des Zentralrates erwartet. Schließlich umfasste mein Auftrag unter anderem auch die Mission der Alija, sprich die Repatriierung der Juden durch die Rückkehr in ihr historisches Heimatland.
Somit hätten Vertreter des Zentralrats in mir durchaus einen „Judendieb“ sehen können, der dafür sorgt, dass die ohnehin sinkenden Mitgliederzahlen in den jüdischen Gemeinden durch eine verstärkte Alija nach Israel noch schneller abnehmen.
Kalter Krieg
...
6. August 2020 "Jüdische Rundschau"
Bagatell-Delikt Judenmord
– Das Urteil im SS-Prozess von Hamburg
...Ganze zwei Jahre Jugendstrafe mit Bewährung gab es für Beihilfe zu 5.232 Morden im KZ Stutthof, zumeist an Juden...
5.232 Menschen, jung und alt, zum ganz überwiegenden Teil jüdische Kinder, Frauen und Männer sind ohne jede Schuld, ohne jede Hoffnung und ohne jede Möglichkeit zu entkommen, unter aktiver Beihilfe des damals 17-jährigen SS-Mannes Bruno D. niederträchtig und bestialisch im Konzentrationslager Stutthof ermordet worden. Den Kindern wurde von den SS-Schergen, zu denen auch Bruno D. gehörte, das Leben geraubt, bevor es begann, und auch die älteren Opfer erhielten mit der Schuld von Bruno D. keine Chance sein hohes Alter von 93 Jahren zu erreichen...
„Ein kluges Urteil gegen Bruno D.“ titelt mit offensichtlichem Wohlgefallen die „Süddeutsche Zeitung“, die, wie ihre gelegentlichen Judenkarikaturen im „Stürmer“-Stil belegen, immer wieder durch ihre besondere Zuneigung zu jüdischen Menschen auffällt. Aber zwei Jahre Freiheitsentzug für die Beihilfe zu 5.232 Morden bedeutet eine Haftstrafe für den Täter von ziemlich genau 3 Stunden und 20 Minuten pro Mordtat.
Umgerechnet heißt das etwa einen Tag Haft für sieben begangene Mordbeihilfen. Dies dürfte selbst für Morde an Juden ein sehr großzügiger Mengenrabatt sein, den die Vorsitzende der Hamburger Strafkammer dem Täter da eingeräumt hat.
Immerhin hatte der ja auch schon das unverdiente und seinen Opfern nicht vergönnte Privileg, diese um 75 Jahre frei von jedem falschen Verdacht, unbehelligt und in der Sicherheit unserer Republik zu überleben...
Auch für die gesamte deutsche Justiz, die bei der Verfolgung von Nazistraftaten ohnehin schon immer sehr zurückhaltend war und beispielsweise den zweiten Lagerkommandanten von Stutthof – Mörder von etwa 50.000 zumeist jüdischen Opfer – nur etwa 3 Jahre in Haft gehalten hat, dürfte die kluge und so vorbildlich gerecht-angemessene Verurteilung des in die Jahre gekommenen SS-Mord-Gehilfen ein Grund zur beispielgebenden Anerkennung sein.
Immerhin hat die Richterin mit diesem Urteilsspruch dokumentiert, dass die Bestrafung von Straftaten gegen vorwiegend jüdisches Leben noch deutlich unter dem Strafmaß für Bagatellvergehen liegt, und weil dies nicht genug an Opferverhöhnung zu sein schien, das Ganze auch noch zur Bewährung ausgesetzt...
6. August 2020 "Jüdische Rundschau"
...Die ungenannten jüdischen Opfer: Jedes der Opfer, das nur deshalb ermordet wurde, weil es jüdisch ist, hat auch einen Namen.

In Deutschland bleiben die Morde an Juden durch Politik und die Medien häufig deshalb entthematisiert, weil die überwiegend islamischen Täter nicht in das heile Multikulti-Bild unserer Politik passen. Aber ohne Namensnennung und Veröffentlichung der Bilder werden jedoch selbst jene jüdischen Menschen, die erst in den letzten Jahren ermordet wurden, schnell von der Öffentlichkeit vergessen...
Die Geschichte der Juden ist von Anbeginn geprägt von Hass und Mord – nicht nur die Bibel zeugt davon, auch die spätere Geschichte bietet immer wieder beredtes Zeugnis...
...Die Geschichte der Juden ist von Anbeginn geprägt von Hass und Mord – nicht nur die Bibel zeugt davon, auch die spätere Geschichte bietet immer wieder beredtes Zeugnis...
Tote in Judäa und Samaria
Auch wenn die jüdischen Siedlungen gut geschützt, die Bewohner bewaffnet und militärisch durch Armeeangehörige abgesichert sind, kommt es selbst in diesen Gebieten immer wieder zu Mordanschlägen auf Juden – von der deutschen Öffentlichkeit nur wahrgenommen, wenn über „Vergeltung“ berichtet werden kann – wobei die deutschen Medien vor kruden Formulierungen wie „Rachemord schaukelt Gewalt in Jerusalem hoch“ nicht zurückschrecken.
Mit dieser Überschrift präsentierte t-online am 2. Juli 2014 die Folgen der Ermordung dreier junger Israelis, jüdischer Religionsschüler, die über zwei Wochen nach ihrer Entführung am 12. Juni 2014 tot aufgefunden worden waren...
Namenlose jüdische Mordopfer (red. selbst schuld)
Ermordet worden waren, wenn man den deutschen Medien folgt, drei israelische Jugendliche und der junge „Palästinenser“ Mohammed Abu Khudair, 16. Während es ein Leichtes ist beim Recherchieren auf den Namen des „palästinensischen“ Jugendlichen und ein sympathisch wirkendes Foto von ihm zu stoßen, sucht man die Namen der jüdischen Jugendlichen, die von den meisten Medien nur als „jüdische Religionsschüler“ bezeichnet werden, vergeblich. Die „Zeit“ titelt am 30. Juni 2014 „Entführte israelische Jugendliche tot aufgefunden“ und würdigt sie immerhin mit einem Foto, das von einer Frau gehalten wird; das Foto wirkt fremd, da die Frau nach orthodoxer jüdischer Sitte ein Kopftuch trägt, die Jugendlichen wirken starr. Wahrscheinlich ist es eine Fotomontage, die die Botschaft „Bring back our boys“ – bringt unsere Jungs zurück – vermitteln soll. Die Opfer bleiben in dem Artikel konsequent namenlos und offensichtlich geht es den Autoren darum, dass nun die übliche „Gewaltspirale“ in Gang kommen wird, wie der Teaser zeigt: „Die Leichen der drei im Westjordanland verschollenen Siedlerkinder sind gefunden worden. Israels Ministerpräsident Netanjahu droht der Hamas mit Vergeltung.“ Es sind also „Siedlerkinder“ – mit anderen Worten, selbst schuld...
6. August 2020 "domradio.de"
Felix Klein über Gesellschaft
"Infiziert mit Antisemitismus"
... sagte Klein mit Blick auf Verschwörungsmythen bei den Protesten gegen den Umgang mit der Corona-Pandemie, dass "Milieus, die sonst nie etwas miteinander zu tun haben, die sich üblicherweise bekämpfen, plötzlich einig sind im Hass auf Juden, im Hass auf Israel". Er betonte: "Wenn auch Menschen mit legitimen Anliegen es in Ordnung finden, Seite an Seite mit Rassisten und Antisemiten zu demonstrieren, zeigt das: Die Gesellschaft ist infiziert mit Antisemitismus."...
5. August 2020 "ruhrbarone.de"
...Ronken Steinkes "Terror gegen Juden"
...Was nur ist in diesem Land seit 1945 passiert? Nicht nur, dass der Antisemitismus wächst, die Opfer dieser „Weltanschauung,“ die eigentlich keine ist sondern ein Verbrechen - sollte man jedenfalls im Täterland des Holocaust für selbstverständlich halten. Diese neuen Opfer des Antisemitismus scheuen sich zur Polizei zu gehen?
Nun, Ronken Steinke hält das für einen Fehler. Was er direkt anschließend schildert, lässt diese Angst als nur allzu verständlich erscheinen. Da ist bspw.der Doppelmord von Erlangen an Shlomo Lewin und seiner Lebensgefährtin Frida Poeschke, im 19.12.80, lässt einen üblen Antisemitismus aufleben, der sich gewaschen hat. Sofort suchen Polizei, Behörden und die Journaille nach dem Täter im Umfeld der beiden Opfer.
Da wird eine militärische Vergangenheit im Umfeld des ieraelischen Kriegshelden Mosche Dajan halluziniert („Ex-Adjudant von Mosche Dajan hingerichtet,“ fabulierte die Presse) also ein arabischer Racheakt?!
Der Mossad bleibt natürlich nicht unerwähnt, der hat überall seine Dunkelmänneringer im Spiel - ein beliebtes Sujet in der bundesdeutschen Medienszene.
Wenn man sich etwas im Zusammenhang mit Israel oder dem jüdischen Umfeld aus Unkenntnis nicht erklären kann, kommt der Mossad wie ein Springteufelchen aus der Kiste.
Heftig wird also ermittelt, nur nicht dort, wo der Täter, der Rechtsradikale Uwe Behrendt, herkommt. Zwar war kurz zuvor die Wehrsportgruppe Hoffmann nach langer Untätigkeit der Behörden von eben jenen verboten worden, deren Mitglieder aber waren auf freiem Fuß.
Auch das Oktoberfestattentat vom September war den „Ermittlern offenbar schon längst entfallen..
Immerhin schon acht Monate nach dem Attentat erlässt die Justiz einen Haftbefehl gegen den Täter, der natürlich längst abgetaucht ist...
2. August 2020 "ruhrbarone.de"
„Jüdische Stimmen sind vor allem willkommen, wenn sie Israel angreifen“
...In der vergangenen Woche inititiierte Sigmount Königsberg, der Beauftragte gegen Antisemitismus der jüdischen Gemeinde Berlins, einen Offenen Brief gegen jeden Antisemitismus.
...Ruhrbarone:
Wie viele Medien und welche haben bislang über euren offenen Brief berichtet?
Sigmount Königsberg:
Soweit ich es gesehen habe, waren es die Prinzessinenreporter, die Ruhrbarone und Glocalist.
...Jüdische Stimmen sind vor allem willkommen, wenn sie Israel angreifen. Das Duo Stein / Zuckermann im Tagesspiegel steht hier nur pars per toto. Hinzu kommt, dass oft Geschehnisse – ich sage es mal – sehr einseitig berichtet wird...
30. Juli 2020 "Deutschlandfunk"
Wolffsohn: Wer Juden Israel nehmen will, ist ein Antisemit
...Michael Wolffsohn sagte im Dlf, zu der These, dass Kritik an israelischer Politik unterdrückt werde, könne nur kommen, wer in Wolkenkuckucksheim lebe. Mit der Wirklichkeit in Deutschland habe das nichts zu tun. In den Medien seien 90 Prozent der Beiträge israelkritisch...
Die elementare Kritik an Israel sei antisemitisch, meint Wolffsohn, „weil Israel für die Juden, wo immer sie leben, die Lebensversicherung ist. Das ist die Überlebensgarantie und in der 3000-jährigen Geschichte der Juden hätte man eine solche Garantie sehr oft gebraucht.“...
29. Juli 2020 "Frankfurter Rundschau"
Antisemitismus in Hessen:
Solange Sie nicht als Jude erkennbar sind, können Sie sich ungefährdet bewegen“
...Anderenfalls müssen Sie mit dem Risiko leben, dass Sie angefeindet, beleidigt oder attackiert werden...
Es ist eine belastende Situation, die uns allen zu schaffen macht...
Es ist eine Situation, die einen traurig macht und die es zu beheben gilt. Aber mit dieser Situation leben wir schon eine ziemlich lange Zeit. In dieser langen Zeit ist die Hoffnung geschwunden, dass sich das bessert...
Bekommen Sie denn genug Rückhalt aus Politik und Gesellschaft?
Nein...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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